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Blutige Tat an Elite-Uni: Amokschütze tötet zwei Studenten und ist weiter auf der Flucht

Ri_Ya (CC0), Pixabay

Ein Schusswaffenangriff an der renommierten Brown University im US-Bundesstaat Rhode Island hat die Vereinigten Staaten erneut erschüttert. Ein bislang unbekannter Täter eröffnete am Samstagnachmittag (Ortszeit) in einem Hörsaal das Feuer, tötete zwei Studierende und verletzte neun weitere teils schwer. Der mutmaßliche Amokläufer konnte entkommen – eine groß angelegte Fahndung läuft.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat kurz nach 16 Uhr in einem Gebäude der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, in dem gerade Abschlussprüfungen stattfanden. Der Täter betrat einen Klassenraum im ersten Stock und schoss mit einer Handfeuerwaffe gezielt auf die Anwesenden. Augenzeugen berichten von Chaos und Panik, Studierende suchten Schutz unter Tischen oder verbarrikadierten sich in benachbarten Räumen.

Alle Opfer sind Studierende der Universität. Zwei von ihnen erlagen noch am Tatort ihren Verletzungen. Acht weitere Personen wurden mit teils lebensgefährlichen Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht, ein weiterer Student erlitt Splitterverletzungen. Nach Angaben von Universitätspräsidentin Christina H. Paxson befinden sich mehrere der Verletzten weiterhin in kritischem, aber stabilem Zustand.

Unmittelbar nach der Tat flüchtete der Schütze zu Fuß vom Campus. Ein von den Behörden veröffentlichtes Überwachungsvideo zeigt einen Mann, der kurz nach dem Angriff vom Universitätsgelände weggeht. Laut Polizei ist der Verdächtige vollständig schwarz gekleidet, trug eine Gesichtsmaske und wirkt etwa 30 Jahre alt. Sein Gesicht ist auf den Aufnahmen nicht zu erkennen.

Mit mehr als 400 Einsatzkräften, darunter schwer bewaffnete Polizisten und FBI-Ermittler, läuft seitdem eine intensive Fahndung. Gebäude, Hinterhöfe und angrenzende Straßenzüge werden durchsucht. Der Campus der Brown University wurde abgeriegelt, für Studierende und Mitarbeitende gilt eine strikte Ausgangssperre. Die Behörden schließen nicht aus, dass sich der Täter noch in der Nähe aufhält.

Noch ist unklar, wie der Mann Zugang zu dem Prüfungsraum erhielt. Während die Außentüren des Gebäudes offen gewesen seien, sei für die eigentlichen Prüfungsräume normalerweise ein Ausweis erforderlich, erklärte der Bürgermeister von Providence. Auch ein mögliches Motiv ist bislang völlig offen.

Die Brown University bestätigte am Abend offiziell den Tod der beiden Studierenden und sprach den Familien ihr tiefes Mitgefühl aus. US-Präsident Donald Trump erklärte in einer Stellungnahme: „Gott segne die Opfer und ihre Familien.“

Die Tat trifft eine der angesehensten Hochschulen der USA ins Mark. An der Brown University, die regelmäßig zu den besten Universitäten weltweit zählt, studieren rund 7300 Studierende sowie etwa 3000 Doktorandinnen und Doktoranden. Der Campus, sonst geprägt von akademischem Alltag und internationalem Austausch, ist nun Schauplatz von Angst, Trauer und einer angespannten Suche nach Antworten.

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