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Berauschter Beutegänger: Betrunkener Waschbär sorgt in den USA für Ermittlungen

BrickBard (CC0), Pixabay

Ein Waschbär, der Anfang Dezember im US-Bundesstaat Virginia mit einem spektakulären Alkoholexzess internationale Aufmerksamkeit erlangte, könnte mehr als nur ein einmaliger Ausreißer gewesen sein. Nach Einschätzung der Behörden handelt es sich womöglich um einen tierischen Wiederholungstäter.

Wie die BBC berichtet, gehen Tierschutzbeamte des Bezirks Hanover davon aus, dass derselbe Waschbär bereits zuvor für weitere ungewöhnliche Einbrüche verantwortlich war. So soll das Tier unter anderem in ein Karatestudio sowie in eine Kfz-Zulassungsstelle eingedrungen sein. In beiden Fällen bediente es sich offenbar an den Snacks der Mitarbeitenden. Zwar könne nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden, dass ein anderer Waschbär hinter den Taten stecke, erklärte eine Sprecherin der Behörde – dennoch gelte der alkoholisierte Eindringling als „Hauptverdächtiger“.

Berühmt wurde das Tier durch einen Vorfall kurz nach Thanksgiving: Überwachungskameras hatten aufgezeichnet, wie der Waschbär in einen Spirituosenladen einbrach, mehrere Flaschen Alkohol öffnete und schließlich im Waschraum des Geschäfts bewusstlos zusammenbrach. Die Bilder des reglos daliegenden Tieres gingen um die Welt, in sozialen Netzwerken erhielt es schnell den Spitznamen „trashed panda“.

Nach Angaben der zuständigen Tierschutzbeauftragten Samantha Martin war der Waschbär vermutlich durch eine Deckenplatte in den Laden gefallen. Anschließend habe er „eine Art Wutanfall bekommen und alles getrunken, was er erreichen konnte“. Das Tier wurde daraufhin in das Tierheim von Hanover County gebracht, wo es mehrere Stunden später wieder zu sich kam. Eine tierärztliche Untersuchung ergab keine Verletzungen, sodass der Waschbär anschließend wieder in die Freiheit entlassen wurde.

Doch die Geschichte könnte noch nicht zu Ende sein. „Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis der maskierte Bandit erneut zuschlägt“, sagte Martin der BBC. In Hanover County bleibt man daher wachsam – nicht nur gegenüber menschlichen, sondern nun auch gegenüber tierischen Einbrechern mit Hang zu Snacks und Spirituosen.

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