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„Es war die Hölle“: Augenzeugen schildern tödliche Minuten beim Anschlag am Bondi Beach

beasternchen (CC0), Pixabay

Nach dem tödlichen Angriff auf eine Chanukka-Feier am weltberühmten Bondi Beach in Sydney werden immer mehr erschütternde Details bekannt. Elf Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt, als Bewaffnete das Feuer auf die Feierlichkeiten zum jüdischen Lichterfest eröffneten. Augenzeugen berichten von chaotischen, minutenlangen Szenen voller Angst, Schreie und panischer Flucht.

„Auf dem Boden lagen viele Leichen. Menschen schrien, andere rannten einfach nur, ohne zu wissen wohin“, sagte ein Augenzeuge lokalen Medien. Der Angriff ereignete sich am Sonntagnachmittag, als sich Hunderte Besucher anlässlich des Beginns von Chanukka an der Küste versammelt hatten. Familien mit Kindern, ältere Menschen und Touristen genossen die Feier, als plötzlich Schüsse fielen.

Mehrere Zeugen schildern einen anhaltenden Schusswechsel, der sich über mehrere Minuten hingezogen haben soll. Viele hätten zunächst geglaubt, es handele sich um Feuerwerk oder einen technischen Defekt, bis die ersten Menschen getroffen zu Boden gingen. „Dann brach blanke Panik aus. Alle rannten gleichzeitig los, einige stolperten, andere versuchten, Verletzte mitzuziehen“, berichtete eine Frau, die sich mit Freunden in Sicherheit bringen konnte.

Rettungskräfte und Polizei waren binnen kurzer Zeit mit einem Großaufgebot vor Ort. Sanitäter versorgten Verletzte notdürftig am Strand, während schwer bewaffnete Einsatzkräfte das Gebiet sicherten. Augenzeugen berichten von einem Bild des Grauens: Blut auf dem Sand, zurückgelassene Schuhe, Taschen und Kinderwagen, während Sirenen die Luft erfüllten.

Die Behörden bestätigten inzwischen elf Todesopfer. Über die genaue Zahl der Verletzten gibt es noch keine abschließenden Angaben, mehrere Personen sollen jedoch in kritischem Zustand im Krankenhaus liegen. Die Ermittlungen zu den Tätern und zum genauen Tathergang laufen auf Hochtouren. Polizei und Regierung sprechen von einem gezielten Angriff und prüfen einen antisemitischen Hintergrund.

Australiens Premierminister verurteilte die Tat scharf und sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Vertreter der jüdischen Gemeinde zeigten sich tief erschüttert und warnten vor einer neuen Dimension der Gewalt. „Dass Menschen bei einer religiösen Feier an einem öffentlichen Ort ermordet werden, ist ein Angriff auf unsere gesamte Gesellschaft“, hieß es in einer Stellungnahme.

Bondi Beach, sonst ein Symbol für Lebensfreude, Freiheit und Sommer, ist für viele Augenzeugen nun für immer mit Angst und Trauer verbunden. „Diese Minuten werde ich nie vergessen“, sagte ein Überlebender. „Es war pures Chaos – und es hätte jeden von uns treffen können.“

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