Herr Bundesminister Pistorius,
die USA befinden sich in einer schweren Haushaltskrise. Der andauernde „Shutdown“ hat dazu geführt, dass selbst Soldatinnen und Soldaten der US-Streitkräfte, die in Deutschland stationiert sind, bald keinen Sold mehr erhalten könnten. Rund 37.000 amerikanische Soldaten in Bayern – in Grafenwöhr, Vilseck, Hohenfels und Garmisch – bangen derzeit um ihre Existenz.
In ihrer Not hat die U.S. Army Garrison Bavaria zwischenzeitlich empfohlen, in Deutschland Hilfe bei Wohlfahrtsorganisationen und Tafeln zu suchen – ein Vorgang, der historisch und moralisch betroffen macht.
Deutschland verdankt den USA viel
Die amerikanische Präsenz in Deutschland ist ein Sinnbild jahrzehntelanger Freundschaft und Schutzgarantie. Ohne die Sicherheitsgarantie der Vereinigten Staaten gäbe es die stabile Nachkriegsordnung, wie wir sie heute kennen, nicht. Die Bundesrepublik hat vom Einsatz der USA für Demokratie und Freiheit stark profitiert – sei es durch den Marshallplan, die Carepakete nach dem Zweiten Weltkrieg oder durch die langjährige Präsenz amerikanischer Truppen zum Schutz Europas.
Jetzt ist es an der Zeit, dass Deutschland nicht nur politisch, sondern menschlich reagiert.
Unser Vorschlag: Soforthilfe durch Carepakete und finanzielle Überbrückung
Wir fordern Sie, Herr Minister Pistorius, auf, in enger Abstimmung mit den Ländern, Kommunen und dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten, folgende Maßnahmen anzustoßen:
- Versorgungspakete (Carepakete) für US-Soldaten und ihre Familien mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und einer Geste des Dankes.
- Sonderhilfsfonds zur kurzfristigen Überbrückung existenzgefährdender Situationen – in enger Abstimmung mit US-Behörden.
- Logistische Unterstützung vor Ort durch Bundeswehrstandorte oder zivilgesellschaftliche Partner.
- Ein klares politisches Signal der Solidarität mit den amerikanischen Streitkräften – als Zeichen unserer Partnerschaft in NATO und transatlantischer Wertegemeinschaft.
Ein historischer Moment für moralische Führung
Diese Krise bietet die Möglichkeit, nicht nur Worte, sondern auch Taten sprechen zu lassen. Sie, Herr Pistorius, haben mehrfach betont, wie wichtig Ihnen die Bündnistreue, die Truppe und der Respekt gegenüber Soldatinnen und Soldaten sind. Dieses Verantwortungsgefühl macht Sie zum richtigen Mann zur richtigen Zeit.
Deutschland kann sich revanchieren – mit Würde, Respekt und einer einfachen, aber starken Botschaft:
„Wir vergessen nicht, wer uns geholfen hat – jetzt helfen wir euch.“