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Unwetter-Alarm in São Paulo: Formel 1 droht Regenchaos – Bevölkerung soll zu Hause bleiben

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

São Paulo – Die Formel 1 blickt mit Sorge gen Himmel: Über der brasilianischen Metropole tobt ein Unwetter, das nicht nur den Zeitplan des Großen Preises von São Paulo gefährdet, sondern auch die Bevölkerung in Alarmbereitschaft versetzt. Seit Freitagnachmittag gilt in der Region die Alarmstufe Orange, wie das brasilianische Institut für Meteorologie (INMET) mitteilte.

Die Warnung ist deutlich: Starkregen, Hagel und Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h können für gefährliche Bedingungen sorgen. Den Einwohnerinnen und Einwohnern von São Paulo wird geraten, das Haus nicht zu verlassen, sofern es nicht unbedingt notwendig ist.

Für die Formel 1 könnte das Wetter-Chaos zum ernsten Problem werden. Am Samstag stehen der Sprint (15 Uhr deutscher Zeit) und das Qualifying (19 Uhr) auf dem Programm – doch beides wackelt. Laut Meteo France, dem offiziellen Wetterdienst der Formel 1, liegt die Regenwahrscheinlichkeit am Samstagmorgen bei rund 80 Prozent, mit heftigsten Gewittern bis zum späten Vormittag.

Das Zeitfenster ist ohnehin eng: Der Sprint soll um 11 Uhr Ortszeit starten, das Qualifying vier Stunden später. Zwischen beiden Sessions sind laut Reglement mindestens drei Stunden Pause vorgeschrieben. Schon kleine Verzögerungen könnten den Ablauf durcheinanderbringen – zumal die Sonne in São Paulo gegen 18:20 Uhr untergeht.

Im schlimmsten Fall müsste das Qualifying auf Sonntag verschoben werden. Das wäre kein Novum: Bereits 2024 musste der Zeitplan in Interlagos wegen Unwetters umgestellt werden. Doch in diesem Jahr kommt erschwerend hinzu, dass zusätzlich ein Sprint-Wochenende angesetzt ist – ein logistisches Risiko.

Ein kompletter Ausfall des Rennens wäre zwar historisch selten, aber nicht ausgeschlossen. In der Geschichte der Formel 1 kam es bislang nur zweimal zu einer Absage, nachdem Teams und Fahrer bereits vor Ort waren: 1985 in Belgien wegen aufgebrochenem Asphalt und 2020 in Australien wegen der Corona-Pandemie.

Am Freitag schien die Welt noch in Ordnung: Lando Norris sicherte sich die Pole Position für den Sprint. Doch nun bangen Fahrer, Teams und Fans gleichermaßen, ob die Strecke in Interlagos rechtzeitig befahrbar bleibt.

Ein Hoffnungsschimmer bleibt: Am Sonntag soll sich das Wetter laut Prognosen beruhigen. Nur noch vereinzelte Schauer, sonst trocken und bewölkt – Bedingungen, die zumindest für das Hauptrennen Rettung versprechen könnten. Bis dahin heißt es jedoch: Warten, hoffen – und vor allem im Trockenen bleiben.

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