In der Nacht zu Samstag hat sich im Hamburger Stadtteil Heimfeld ein mutmaßliches Tötungsdelikt ereignet. Gegen 0.10 Uhr rückten Polizei und Rettungskräfte in die Nobléestraße aus, nachdem Anwohner Hilferufe gemeldet hatten. In einer Wohnung im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses fanden die Einsatzkräfte einen schwer verletzten Mann. Trotz sofortiger Reanimationsversuche starb er noch am Tatort.
Nach Angaben der Polizei steht eine Frau unter dringendem Tatverdacht. Sie wurde wenige Stunden später festgenommen. Bei ihrer Abführung war sie barfuß, trug nur ein langes T-Shirt und weinte. Ihre Hände steckten in Papiertüten – eine gängige Maßnahme der Spurensicherung, um mögliche DNA- oder Faserspuren zu schützen.
Die Mordkommission des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. Die Polizei machte bislang keine Angaben zur Identität des Opfers, zum Alter oder zur Beziehung zwischen dem Toten und der Verdächtigen. Auch zu einem möglichen Motiv und zur Tatwaffe äußerten sich die Ermittler bislang nicht. Es ist lediglich von einer „massiven Gewalteinwirkung“ die Rede.
Die Nobléestraße war in der Nacht stundenlang weiträumig abgesperrt. Spezialisten der Spurensicherung dokumentierten den Tatort mithilfe eines modernen 3D-Scanners, der die Wohnung millimetergenau digital erfasst. So sollen alle Spuren in einem digitalen Modell festgehalten werden, um die Tat später exakt rekonstruieren zu können.
Auch am frühen Morgen war die Spurensicherung noch im Einsatz, während die Verdächtige bereits auf ein Polizeirevier gebracht wurde. Die Ermittlungen dauern an.