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BaFin warnt vor Identitätsmissbrauch unter dem Namen „Vanguard“ – Betrüger locken über WhatsApp-Gruppen und falsche Websites

Hans (CC0), Pixabay

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine offizielle Warnung vor angeblich von Vanguard betriebenen WhatsApp-Gruppen und den Websites pioneorg(.)com sowie pioneer-qnt(.)com herausgegeben. Nach Erkenntnissen der Behörde handelt es sich um Identitätsmissbrauch – die betrügerischen Angebote stammen nicht von der echten Vanguard Group Europe GmbH oder einem anderen Unternehmen der weltweit bekannten Vanguard-Gruppe.

Gefälschte WhatsApp-Gruppen mit angeblichem „Professor Prescott“

Die Betrüger geben vor, die WhatsApp-Gruppen würden von einer Person namens Professor Daniel Prescott geleitet, der angeblich für Vanguard tätig sei. Doch laut BaFin existiert diese Person nicht.
In den Gruppen werden vermeintliche Anlageempfehlungen und Krypto-Tipps geteilt, die sich angeblich über die genannten Websites handeln lassen. Dort sollen Anleger Finanzinstrumente und Kryptowährungen kaufen können – tatsächlich handelt es sich um unerlaubte Angebote, die nichts mit der echten Vanguard-Gruppe zu tun haben.

Lockvogelwerbung über Social Media

Die BaFin berichtet, dass potenzielle Opfer über soziale Medien wie Instagram angesprochen werden. Dort werden sie mit Versprechungen wie „exklusiven Anlagetipps“, „sicheren Gewinnen“ oder „VIP-Trading-Gruppen“ gelockt und in WhatsApp-Chats eingeladen – darunter Gruppen mit Namen wie:

  • X602 Vanguard

  • T703-Kursrakete

  • VIP5-Leitgruppe

  • G311-Elite-Treffen

In diesen Gruppen sollen angebliche Finanzexperten Marktanalysen teilen und exklusive Chancen präsentieren. Ziel ist es jedoch, Vertrauen aufzubauen und Anleger zu Einzahlungen auf betrügerische Plattformen zu verleiten.

Kein Bezug zur echten Vanguard-Gruppe

Die BaFin betont ausdrücklich:

„Die Angebote stehen in keinerlei Zusammenhang mit der Vanguard Group Europe GmbH oder einem anderen Unternehmen der Vanguard-Gruppe.“

Vanguard ist eines der größten und renommiertesten Investmenthäuser der Welt. Gerade dieser bekannte Name wird von Betrügern bewusst missbraucht, um Seriosität vorzutäuschen und Anleger in Sicherheit zu wiegen.

BaFin warnt: Keine Einzahlungen und keine persönlichen Daten preisgeben

Die Aufsicht warnt eindringlich davor, sich an solchen WhatsApp-Gruppen zu beteiligen oder auf den Websites pioneorg(.)com und pioneer-qnt(.)com Geld zu investieren.
Verbraucher sollten:

  • niemals persönliche Daten oder Ausweiskopien weitergeben,

  • keine Zahlungen oder Überweisungen an unbekannte Konten tätigen,

  • keine Apps oder Programme installieren, die in solchen Chats empfohlen werden,

  • und die Seriosität eines Anbieters immer in der BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen.

Wer bereits Geld verloren hat, sollte sofort seine Bank oder Kryptobörse kontaktieren, Beweise sichern, Anzeige bei der Polizei erstatten und sich anwaltlich beraten lassen.

Rechtlicher Hintergrund

Die Warnung der BaFin erfolgt auf Grundlage von § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) und § 10 Absatz 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG). Diese Bestimmungen verpflichten die Behörde, die Öffentlichkeit über unerlaubte Finanzdienstleistungen und Identitätsmissbrauch zu informieren.

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