Biertrinker in Deutschland müssen sich auf höhere Preise einstellen: Zahlreiche Brauereien haben angekündigt, ihre Preise deutlich anzuheben – sowohl für Flaschenbier im Handel als auch für Fassbier in der Gastronomie. Wie eine aktuelle Analyse des Branchenmagazins „Inside“ zeigt, gehören gleich sechs der zehn meistgetrunkenen Biermarken in Deutschland zu den Herstellern, die die Preise bereits angepasst oder entsprechende Schritte angekündigt haben.
Große Marken preschen vor – Krombacher, Veltins und Radeberger mit neuen Preisrunden
Besonders deutlich sind die Anpassungen bei den großen Marken: Krombacher und Veltins haben laut der Analyse bereits im Herbst ihre Preise für Flaschen- und Fassbier erhöht. Beim Marktführer Radeberger sollen die neuen Preisstrukturen zum 1. Januar 2026 greifen. Auch bei vielen regionalen und kleineren Brauereien sind Preisanhebungen entweder umgesetzt oder in Planung.
Damit setzt sich ein Trend fort, der schon in den vergangenen Jahren spürbar war. Viele Brauereien sehen sich angesichts gestiegener Produktions- und Rohstoffkosten gezwungen, die höheren Ausgaben an ihre Abnehmer weiterzugeben – etwa an Supermärkte, Getränkehändler und Gastronomen.
Steigende Kosten treiben die Branche
Die Gründe für die erneute Preiserhöhung sind vielfältig:
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Energiepreise bleiben trotz leichter Entspannung auf hohem Niveau, was die Bierproduktion verteuert.
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Die Kosten für Rohstoffe wie Gerste, Hopfen und Malz sind seit Jahren volatil und zuletzt wieder gestiegen.
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Hinzu kommen höhere Löhne in der Logistik und Produktion sowie gestiegene Preise für Verpackung und Transport.
„Brauereien kämpfen seit Längerem mit massiven Kostenschüben entlang der gesamten Lieferkette“, heißt es in der Analyse. Viele Betriebe hätten lange versucht, diese Mehrbelastungen intern abzufangen – doch nun seien Preissteigerungen unausweichlich.
Wie stark trifft es Verbraucher und Wirte?
Ob die neuen Preissteigerungen auch vollständig an die Konsumenten weitergegeben werden, bleibt vorerst offen. Branchenkenner rechnen jedoch damit, dass sich der Bierpreis im Einzelhandel und in der Gastronomie ab dem Frühjahr 2026 spürbar erhöhen wird.
Im Handel könnten die Preise pro Kiste um 50 Cent bis über einen Euro steigen, in der Gastronomie dürften Zapfbierpreise je nach Region um bis zu 30 Cent pro Glas klettern. Manche Wirte zeigen sich besorgt, dass Gäste künftig seltener ein Bier bestellen könnten.
Kleinere Brauereien besonders unter Druck
Während große Marken von ihrer Marktposition und stabilen Vertriebsstrukturen profitieren, geraten kleinere Betriebe zunehmend in Bedrängnis. Für viele Familienbrauereien ist die Kombination aus hohen Kosten und stagnierendem Absatz eine ernste Herausforderung.
„Wenn sich die Preise weiter so entwickeln, wird es für kleinere Brauer eng“, warnt ein Branchenexperte. „Der Biermarkt ist hart umkämpft – Preiserhöhungen lassen sich nicht immer einfach durchsetzen.“
Fazit
Nach Brot, Käse und Fleisch wird nun auch Bier teurer – ein weiteres Alltagsprodukt, das die Inflation spürbar macht. Für die Verbraucher heißt das: Der Preis für den Feierabendhalben oder das Pils im Biergarten wird 2026 wohl weiter steigen.
Ob die Deutschen trotzdem am liebsten Getränk der Nation treu bleiben, wird sich zeigen – aber fest steht: Biergenuss wird zum Luxus, den man sich künftig genauer überlegt.