In Thailand hat eine ausgebrochene Löwin einen Buben angegriffen und verletzt. Nach Angaben der thailändischen Wildparkbehörde ereignete sich der Vorfall am Samstagabend in der westlichen Provinz Kanchanaburi. Das Tier war aus privater Haltung entlaufen und griff den Jungen an, als dieser auf dem Heimweg vom Spielen war.
Der Bub erlitt Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist laut Behörden stabil. Die Löwin konnte wenig später eingefangen und von den Behörden sichergestellt werden.
Gegen den Tierhalter wurde ein Verfahren eingeleitet. Ihm drohen eine Geldstrafe und bis zu sechs Monate Haft, da er gegen Sicherheitsauflagen verstoßen haben soll.
In Thailand ist die private Haltung von Löwen zwar erlaubt, sie hat in den vergangenen Jahren jedoch stark zugenommen. Nach offiziellen Angaben leben inzwischen rund 500 Tiere in Zoos, Zuchtfarmen oder privaten Haushalten – ein Trend, der zunehmend Kritik hervorruft. Tierschützer warnen vor unzureichender Kontrolle und wachsender Gefahr für Menschen wie Tiere gleichermaßen.