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Lebenserwartung weltweit wieder auf Vor-Corona-Niveau gestiegen

Tilixia-Summer (CC0), Pixabay

Erstmals seit dem Ende der Corona-Pandemie ist die weltweite Lebenserwartung wieder auf den Stand von 2019 zurückgekehrt. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die im renommierten Fachjournal The Lancet veröffentlicht wurde.

Demnach lag die durchschnittliche Lebenserwartung im Jahr 2023 bei 76,3 Jahren für Frauen und 71,5 Jahren für Männer – fast exakt auf dem Niveau von vor der Pandemie. Damit haben sich die massiven Einbrüche der Jahre 2020 und 2021 weitgehend ausgeglichen.

Besonders deutlich wird die Erholung, wenn man die Todesursachen vergleicht: Während Covid-19 im Jahr 2021 weltweit noch die häufigste Todesursache war, fiel die Krankheit 2023 auf Platz 20 zurück. Verbesserte Impfquoten, mildere Virusvarianten und ein robusteres Gesundheitssystem in vielen Ländern hätten laut den Forschern dazu beigetragen, die Sterblichkeit wieder zu senken.

Allerdings verläuft die Erholung nicht überall gleich. In vielen ärmeren Ländern, in denen der Zugang zu Impfstoffen und medizinischer Versorgung weiterhin eingeschränkt ist, liegt die Lebenserwartung noch immer unter dem globalen Durchschnitt. Zudem belasten chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes und Krebs zunehmend die weltweite Gesundheitssituation.

Dennoch werten die Autoren die Entwicklung als deutliches Signal der Erholung. Nach Jahren des Ausnahmezustands sei die Menschheit „auf dem Weg zu einer neuen Normalität“ – wenn auch in einer Welt, die gelernt hat, wie zerbrechlich dieser Fortschritt sein kann.

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