Aktenzeichen: 3605 IN 3244/25
Im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Ristorante Cinque GmbH, mit Sitz in der Reinhardtstraße 27, 10117 Berlin, wurde das Verfahren vorzeitig beendet, noch bevor es zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens kommen konnte.
Die im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 182175 eingetragene Gesellschaft wurde vertreten durch ihren Geschäftsführer Haqif Sadiki.
Verfahrensverlauf
Am 23. August 2025 hatte das Insolvenzgericht im Rahmen eines Insolvenzantrags Sicherungsmaßnahmen nach § 21 InsO angeordnet. Diese sollten verhindern, dass sich die Vermögenslage der Schuldnerin während der laufenden Prüfung des Antrags weiter verschlechtert.
Doch bereits wenige Tage später, am 4. September 2025, erklärte die antragstellende Gläubigerin die Hauptsache für erledigt – also den Rückzug des Antrags oder die Einigung mit der Schuldnerin. Daraufhin hat das Amtsgericht Charlottenburg mit Beschluss vom 10. September 2025 sämtliche zuvor ergriffenen Sicherungsmaßnahmen wieder aufgehoben.
Bedeutung der Entscheidung
Mit dem Rückzug der Gläubigerin entfällt die rechtliche Grundlage für ein Fortbestehen der Sicherungsmaßnahmen. Damit ist der Weg frei für die Ristorante Cinque GmbH, wieder uneingeschränkt über ihr Vermögen zu verfügen. Das Unternehmen ist somit nicht insolvent im rechtlichen Sinne, jedenfalls nicht nach Maßgabe dieses Verfahrens.
Diese Entwicklung kann auf eine außergerichtliche Einigung, die kurzfristige Begleichung offener Forderungen oder strategische Gründe der Gläubigerin zurückzuführen sein.
Amtsgericht Charlottenburg – Insolvenzgericht
Beschluss vom 10.09.2025
Aktenzeichen: 3605 IN 3244/25
Ein potenziell existenzbedrohendes Verfahren endet leise und ohne Insolvenzverfahren – für die Ristorante Cinque GmbH ein kurzer Blick in den Abgrund, aus dem sie sich offensichtlich vorerst befreien konnte.