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Literarischer Sensationsfund in Prag: Originalhandschriften des „braven Soldaten Schwejk“ entdeckt

uroburos (CC0), Pixabay

Ein bedeutender Fund bewegt derzeit die literarische Welt: In Prag sind Originalhandschriften der weltberühmten „Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ von Jaroslav Hašek entdeckt worden – fast 90 Jahre lang unbemerkt im Nachlass des Verlegers Adolf Synek. Der tschechische Verleger hatte Hašeks Werke in den 1920er-Jahren herausgegeben und war eng mit dem Schriftsteller verbunden.

Wie tschechische Medien berichten, lagen die wertvollen Manuskripte all die Jahre verborgen in einem privaten Archiv, ohne dass ihre historische und literarische Bedeutung erkannt wurde. Experten sprechen von einem Glücksfall für die Literaturgeschichte Mitteleuropas.

Der satirische Roman rund um den naiv-listigen Soldaten Schwejk zählt zu den bedeutendsten Werken der tschechischen Literatur und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er prägte nicht nur die literarische Verarbeitung des Ersten Weltkriegs, sondern auch das Bild des kleinen Mannes im Mahlwerk der Bürokratie und des Militärs.

Die Entdeckung könnte neue Einblicke in Hašeks Arbeitsweise geben – und vielleicht sogar unbekannte Passagen oder Varianten des Textes zutage fördern. Literaturwissenschaftler und Archive bereiten nun eine sorgfältige Auswertung und Digitalisierung der Handschriften vor.

Die „Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ wurden mehrfach fürs Theater adaptiert und verfilmt – nun rückt das Werk erneut in den Fokus der internationalen Literaturwelt.

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