Zwei Tage nach den tödlichen Schüssen in Menden im Sauerland herrscht weiterhin Ungewissheit: Der mutmaßliche Täter, ein 40-jähriger Mann, ist nach wie vor auf der Flucht. Die Polizei warnt, er könnte bewaffnet sein, und bittet die Bevölkerung dringend, keine Kontaktaufnahme zu versuchen.
Streit eskalierte in Gewalt
Die Tat ereignete sich am Freitagnachmittag in einem Wohngebiet. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler war es dort zunächst zu einem Streit gekommen. In dessen Verlauf soll der Verdächtige eine Schusswaffe gezogen und zwei Männer niedergeschossen haben. Für einen 45-jährigen Deutschen kam jede Hilfe zu spät – er starb noch am Tatort. Ein zweites Opfer überlebte schwer verletzt und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.
Öffentlichkeitsfahndung läuft
Noch am Wochenende veröffentlichte die Polizei ein Foto des Gesuchten. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen – darunter Suchaktionen mit Hubschraubern und Spezialeinsatzkräften – fehlt bislang jede Spur. Ein Sprecher der Polizei erklärte am Sonntag: „Wir haben derzeit keine konkreten Hinweise, wo sich der Tatverdächtige aufhält.“
Bevölkerung in Sorge
In der Kleinstadt Menden wächst die Verunsicherung. Viele Anwohner sind schockiert über die Gewalttat in ihrer Nachbarschaft. Polizei und Stadtverwaltung bemühen sich, Ängste zu zerstreuen, betonen aber zugleich die Ernsthaftigkeit der Lage. Notfallseelsorger stehen bereit, um Betroffene und Angehörige zu unterstützen.
Ermittlungen zum Hintergrund
Über ein mögliches Motiv herrscht weiter Unklarheit. Bekannt ist nur, dass der Täter und seine Opfer sich kannten. Ob es sich um eine persönliche Fehde oder eine länger schwelende Auseinandersetzung handelt, ist bislang offen. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.