Ein ehemaliger Vorsitzender der Tafel Regensburg steht im Verdacht, rund 200.000 Euro aus Vereinsmitteln veruntreut zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Mann über einen längeren Zeitraum hinweg Gelder zweckentfremdet und auf private Konten umgeleitet haben.
Die Ermittler gehen davon aus, dass das Geld ursprünglich für den Betrieb der Tafel vorgesehen war – darunter die Finanzierung von Lebensmitteln, Transporten und Hilfsprojekten für Bedürftige. Stattdessen soll der Beschuldigte die Mittel für persönliche Ausgaben genutzt haben.
Der Skandal sorgt in Regensburg für Empörung, zumal die Tafel auf Spenden und ehrenamtliches Engagement angewiesen ist. Viele Helfer und Unterstützer zeigen sich enttäuscht und besorgt über die Auswirkungen auf die Arbeit der Organisation.
Der Vorstand der Tafel Regensburg betonte, man arbeite eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen, um den Sachverhalt vollständig aufzuklären. Zudem werde geprüft, wie es zu dem mutmaßlichen Missbrauch kommen konnte und welche Kontrollmechanismen künftig gestärkt werden müssen.
Gegen den Ex-Vorsitzenden wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, drohen ihm eine empfindliche Geldstrafe oder eine mehrjährige Haftstrafe. Die Tafel hofft unterdessen, dass das Vertrauen der Spender und Unterstützer wiederhergestellt werden kann, um die Versorgung Bedürftiger nicht zu gefährden.