Ein tragischer Gewaltexzess hat am Samstagmittag den Hamburger Stadtteil Farmsen-Berne erschüttert: Ein Mann soll nach einem eskalierten Streit seine Ehefrau erschossen und anschließend Suizid begangen haben. Die Polizei bestätigte, dass beide Personen tot aufgefunden wurden.
Nach ersten Ermittlungen war es zwischen dem Ehepaar zu einem heftigen Streit gekommen. Die Frau floh offenbar in Panik auf ein benachbartes Grundstück – doch der Mann folgte ihr mit einer Waffe. Dort wurde sie von mehreren Schüssen tödlich getroffen. Kurz darauf entdeckten die Einsatzkräfte den mutmaßlichen Täter leblos auf der Terrasse seines eigenen Hauses. Alles deutet darauf hin, dass er sich selbst das Leben nahm.
Die Polizei wurde gegen Mittag alarmiert und traf wenig später am Tatort ein. Rettungskräfte konnten für beide Personen nichts mehr tun. Hinweise auf die Hintergründe des Streits oder vorherige Gewalttaten liegen bislang nicht vor.
Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Für die Nachbarschaft, die Augenzeugin des Geschehens wurde, ist der Schock groß. Der Fall reiht sich ein in eine traurige Serie von Fällen häuslicher Gewalt mit tödlichem Ausgang – ein Problem, das oft im Verborgenen bleibt, bis es zu spät ist.
Die Polizei bittet Angehörige und Betroffene häuslicher Gewalt, frühzeitig Hilfe zu suchen – und weist auf Beratungsangebote und Notrufnummern hin.