In einem belebten Einkaufszentrum der norwegischen Hauptstadt Oslo ist es am Samstag zu einem Schusswaffeneinsatz gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein Mann mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der mutmaßliche Schütze – ein polizeibekannter Mann im Alter zwischen 20 und 30 Jahren – stellte sich später selbst und wurde festgenommen.
Der Vorfall ereignete sich im Einkaufszentrum Tveita, das am Wochenende stark frequentiert war. Ersten Ermittlungen zufolge sollen die Schüsse im Zusammenhang mit einem eskalierenden Streit zwischen zwei Gruppen gefallen sein. Die Polizei geht derzeit nicht von einem terroristischen Hintergrund aus, sondern vermutet eine gezielte Auseinandersetzung im kriminellen Milieu.
Die Behörden lobten das besonnene Verhalten von Sicherheitskräften und Besuchern, durch das eine Panik verhindert wurde. Der verletzte Mann wird derzeit medizinisch behandelt, sein Zustand ist stabil.
Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet und sichert weiterhin Spuren am Tatort. Augenzeugen werden gebeten, sich zu melden. Der Vorfall sorgt in Norwegen, wo Waffengewalt selten ist, für große Aufmerksamkeit und Besorgnis.