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Verdi kritisiert Amazon: Sorge um Arbeitsplätze in Leipzig nach Schließungsplänen

geralt (CC0), Pixabay

Die Gewerkschaft Verdi zeigt sich alarmiert über die angekündigte Schließung der „Print-on-Demand“-Sparte von Amazon in Leipzig. Der Konzern plant, die Abteilung zum Ende September stillzulegen und die Produktion künftig am Standort Erfurt zu konzentrieren. Rund 40 Mitarbeiter sind von der Entscheidung betroffen.

Gewerkschaftssprecher Thomas Schneider äußerte gegenüber dem MDR scharfe Kritik am Vorgehen des Unternehmens: „Besonders die mangelnde Transparenz im Vorfeld dieser Entscheidung sorgt bei den Beschäftigten für großes Unverständnis und Verunsicherung.“ Verdi fordert Amazon auf, einen fairen und sozialen Übergang für die betroffenen Mitarbeiter zu gewährleisten und echte Alternativen aufzuzeigen.

Die „Print-on-Demand“-Sparte ermöglicht es, Bücher erst bei Bestellung zu drucken – ein Modell, das vor allem für unabhängige Autoren und kleine Verlage von großer Bedeutung ist. Der Wechsel nach Erfurt soll laut Amazon der Effizienzsteigerung dienen, stößt jedoch vor Ort auf Widerstand.

Für Leipzig bedeutet die Verlagerung einen weiteren Rückschlag im Ringen um zukunftssichere Arbeitsplätze in der Logistik- und Digitalwirtschaft. Verdi kündigte an, die Entwicklung kritisch zu begleiten und die Interessen der Beschäftigten aktiv zu vertreten. Ob betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden können, ist bislang unklar.

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