Fehmarn (Schleswig-Holstein) – Ein entspannter Surfsonntag wurde für einen 51-jährigen Mann zu einem lebensgefährlichen Albtraum. Nachdem er auf Höhe eines Campingplatzes auf der Nordseite Fehmarns die Kontrolle über sein „Wing“ verlor, trieben Wind und Strömung ihn immer weiter aufs offene Meer hinaus – bis er schließlich 2,7 Kilometer von der Küste entfernt gefunden wurde.
Gegen 19 Uhr hatte eine Begleiterin den Surfer als vermisst gemeldet. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) koordinierte daraufhin eine groß angelegte Suchaktion mit drei Rettungsbooten, einem Bundespolizeischiff, einem Hubschrauber und Einsatzkräften an Land. Zwei Stunden lang wurde systematisch das Gebiet westlich von Westermarkelsdorf abgesucht.
Rettung in letzter Minute
Die entscheidende Sichtung kam fast gleichzeitig vom Land und aus der Luft: Der Mann wurde schließlich sitzend auf seinem Board entdeckt – erschöpft, aber noch bei Bewusstsein. Das Seenotrettungsboot ROMY FRANK traf als erstes ein, nahm den Verunglückten auf und brachte ihn zur Erstversorgung nach Puttgarden. Trotz zwischenzeitlicher gesundheitlicher Schwäche überstand der 51-Jährige das Unglück ohne bleibende Schäden.
Ein Appell an Wassersportler
Die Retter betonten erneut die Bedeutung von Sicherheitsvorkehrungen auf dem Wasser: Neoprenanzug, Schwimmhilfe, Kommunikationsmittel – und vor allem die Begleitung durch andere. Dank des schnellen Handelns seiner Surferkollegin und der effektiven Koordination der Rettungskräfte nahm die Geschichte ein glückliches Ende.
Die DGzRS erinnerte daran, dass derartige Situationen trotz Erfahrung und guter Wetterbedingungen jederzeit auftreten können. Der Vorfall zeigt eindrücklich, wie schnell eine sportliche Freizeitaktivität zur ernsten Gefahr werden kann – und wie wichtig professionelle Seenotretter sind.