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Trump erhöht Eintrittspreise für ausländische Besucher in US-Nationalparks – DEI-Richtlinien gestrichen

geralt (CC0), Pixabay

Mit einem neuen Dekret verändert US-Präsident Donald Trump den Zugang zu Amerikas Nationalparks grundlegend. Ab sofort sollen nicht-amerikanische Besucher höhere Eintritts- und Jahresgebühren für Nationalparks und andere öffentliche Erholungsgebiete zahlen. Gleichzeitig sollen US-Bürger bei Genehmigungen und Zugangsbeschränkungen bevorzugt werden.

Trump unterzeichnete die Verfügung am 3. Juli – einen Tag vor dem Unabhängigkeitstag – und erklärte, Ziel sei es, „den Zugang amerikanischer Familien zu den nationalen Schätzen des Landes zu schützen und zu verbessern“.

„Vom majestätischen Grand Canyon bis zu den stillen Nebelbergen – unsere Nationalparks sind Teil der amerikanischen Identität“, so Trump im Erlass.

Höhere Gebühren für Touristen – Geld für Infrastruktur

Einnahmen aus den höheren Gebühren für internationale Besucher sollen laut Erlass in die Instandhaltung und Modernisierung der Nationalpark-Infrastruktur fließen. Die Details – etwa konkrete Preissteigerungen oder Starttermine – wurden bislang nicht veröffentlicht.

Die Maßnahme folgt Trumps bereits bekanntem Grundsatz „America First“ und steht im Einklang mit seiner restriktiven Einwanderungs- und Tourismuspolitik.

US-Bürger sollen Vorrang bei Zugang erhalten

Neben den Preisanpassungen sieht der Erlass auch „bevorzugte Behandlung für Amerikaner“ bei beschränkten Zugängen, wie etwa bei Permit-Lotterien oder Reservierungssystemen, vor. Immer mehr Parks haben in den letzten Jahren Zugangsbeschränkungen eingeführt, um die Umwelt zu schützen.

DEI-Strategien gestrichen – Rücknahme von Obamas Diversitätsbefehl

Unabhängig von den Gebührenänderungen widerruft Trumps Erlass auch ein Memorandum von Ex-Präsident Barack Obama aus dem Jahr 2017. Dieses hatte die Förderung von Vielfalt, Integration und sozialem Zugang im Nationalparksystem zum Ziel.

Das ursprüngliche Ziel war, historisch unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen mehr Raum zu geben – durch Erzählungen, Denkmäler und gezielte Förderung. Die Maßnahme war auch unter Präsident Biden ein zentraler Bestandteil der Parkpolitik.

Kritik aus ehemaligen Parkkreisen

Chuck Sams, ehemaliger Direktor des National Park Service, sagte vor seinem Amtsende im Januar, man habe es sich zur Aufgabe gemacht, „die Geschichten zu erzählen, die bislang nicht erzählt wurden, damit sich jeder Amerikaner in den Parks wiederfinden kann“.

Diese Bemühungen könnten nun abrupt beendet werden.

Die Trump-Regierung hatte bereits am ersten Amtstag im Januar begonnen, alle Diversity-, Equity- und Inclusion-Programme (DEI) auf Bundesebene zu streichen.


Fazit:
Mit Trumps neuem Erlass werden internationale Besucher finanziell stärker belastet, US-Bürger bevorzugt behandelt – und die Förderung von Vielfalt in Nationalparks auf Eis gelegt. Kritiker sehen darin einen klaren Rückschritt für den Zugang zu öffentlichen Räumen und die Repräsentation marginalisierter Gruppen in der amerikanischen Erinnerungskultur.

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