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Ahrtal-Katastrophe: Ex-Landrat soll komplettes Ruhegehalt verlieren

padrefilar (CC0), Pixabay

Vier Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal zieht das Land Rheinland-Pfalz Konsequenzen gegen den damaligen Landrat Jürgen Pföhler: Der CDU-Politiker soll sein Ruhegehalt verlieren – weil er laut Behörden gravierend gegen seine beamtenrechtlichen Pflichten verstoßen hat.

Nach dem aktuellen Stand eines noch laufenden Disziplinarverfahrens wird Pföhlers Ruhegehalt zunächst um ein Drittel gekürzt. Doch Innenminister Michael Ebling macht klar: Das Land will mehr – angestrebt wird die vollständige Streichung der Bezüge.

Pföhler wird vorgeworfen, beim Krisenmanagement während der Flutnacht im Juli 2021 versagt zu haben. Die Folge war eine der größten Naturkatastrophen der Nachkriegsgeschichte: 130 Menschen kamen ums Leben, tausende verloren ihre Häuser.

Strafrechtlich konnte Pföhler bisher nicht belangt werden. Doch der politische und gesellschaftliche Druck, Verantwortung einzufordern, ist groß – nicht zuletzt, weil viele Hinterbliebene bis heute auf Antworten warten.

Ob das Ruhegehalt tatsächlich komplett gestrichen wird, entscheidet sich im weiteren Verlauf des Verfahrens. Für viele Menschen im Ahrtal wäre es zumindest ein spätes Signal, dass schweres Versagen im Amt Konsequenzen hat.

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