Nach einem landesweiten Stromausfall ist die Stromversorgung in Tschechien am Freitag wieder vollständig hergestellt worden. Der Zwischenfall hatte zuvor weite Teile des Landes – darunter auch die Hauptstadt Prag – zeitweise lahmgelegt.
Auswirkungen auf Infrastruktur und Alltag
Besonders betroffen war der öffentliche Nahverkehr: Straßenbahnen und U-Bahnen standen still, viele Fahrgäste mussten ihre Fahrt unterbrechen oder auf alternative Verkehrsmittel ausweichen. Auch zahlreiche Menschen steckten kurzzeitig in Aufzügen fest.
Neben Prag waren auch weitere Regionen betroffen, darunter Liberec, Usti nad Labem nahe der deutschen Grenze sowie Teile von Mittelböhmen. Medienberichten zufolge kam es in mehreren Städten zu Verkehrsproblemen, da auch Ampelanlagen ausfielen.
Ursache technischer Natur
Wie der tschechische Stromnetzbetreiber ČEPS mitteilte, war ein technischer Defekt ursächlich: Offenbar sei ein Phasenleiter ausgefallen – ein zentrales Element für die Stromübertragung im Hochspannungsnetz. Die genaue Ursache des Defekts wird derzeit noch untersucht.
Keine Hinweise auf Sabotage
Die Polizei gab bekannt, dass keine Hinweise auf einen Sabotageakt vorliegen. Der Ausfall wird daher als technischer Zwischenfall eingestuft. Auch die Verbindung zu den europäischen Stromnetzen soll nach Angaben der Netzbetreiber stabil geblieben sein.
Versorgung wieder stabil
Inzwischen konnten alle betroffenen Regionen wieder an das Stromnetz angeschlossen werden. Der Netzbetreiber bestätigte, dass die Versorgung vollständig wiederhergestellt sei. Weitere Ausfälle oder Einschränkungen werden derzeit nicht erwartet.