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Apple reagiert auf EU-Druck: Mehr Freiheiten für App-Entwickler und neue Gebührenstruktur

raphaelsilva (CC0), Pixabay

Der US-Konzern Apple hat erneut seine Richtlinien für App-Entwickler in der Europäischen Union geändert. Grund dafür ist der anhaltende Druck der EU-Kommission, insbesondere im Zusammenhang mit dem Digital Markets Act (DMA) – einem Gesetz, das mehr Wettbewerb im digitalen Raum durchsetzen soll.

Mehr Freiheiten für App-Anbieter

Künftig dürfen Entwickler ihre Nutzer verstärkt auf externe Kaufmöglichkeiten hinweisen – also beispielsweise auf eigene Websites, über die Abonnements oder Inhalte außerhalb des Apple App Stores gekauft werden können. Bislang war dies nur sehr eingeschränkt möglich oder mit hohen Hürden verbunden. Die neue Regelung bedeutet: Weniger Abhängigkeit vom App Store und seinen Provisionen.

Neue Gebührenstruktur eingeführt

Zusätzlich hat Apple eine überarbeitete Abgabenstruktur angekündigt. Details dazu sind noch nicht vollständig öffentlich, doch sie zielt darauf ab, die Bedenken der EU zu zerstreuen, dass Apple kleinere Entwickler finanziell benachteilige oder große Plattformen systematisch bevorzuge.

Hintergrund: EU setzt auf Wettbewerb

Der Digital Markets Act, der seit März 2024 verbindlich gilt, verpflichtet Tech-Giganten wie Apple, Google oder Meta, sich wettbewerbsfreundlicher zu verhalten. Im Fall von Apple bedeutet das konkret: Keine Bevorzugung eigener Dienste, Zugang für Drittanbieter zu relevanten Schnittstellen und mehr Transparenz bei App-Vertrieb und Bezahlung.

Apples Kalkül: Zugeständnisse statt Verfahren

Apple gibt sich zuversichtlich, mit den jüngsten Änderungen rechtzeitig auf die Vorgaben des DMA reagiert zu haben. Der iPhone-Konzern betont, dass die Neuerungen Teil eines laufenden Dialogs mit der EU-Kommission seien und nun viele Kritikpunkte berücksichtigt würden.

Ob die EU-Kommission die Änderungen als ausreichend ansieht oder ein Verfahren gegen Apple einleitet, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Druck auf die großen Plattformbetreiber zeigt Wirkung – und könnte langfristig mehr Wahlfreiheit und bessere Konditionen für Verbraucher und Entwickler bringen.

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