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eBooks ökologisch klar im Vorteil: Stiftung Warentest vergleicht Umweltbilanz mit gedruckten Büchern

Pexels (CC0), Pixabay

Elektronische Bücher (eBooks) sind deutlich umweltfreundlicher als herkömmlich gedruckte Bücher – selbst dann, wenn sie nur gelegentlich gelesen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Stiftung Warentest, die die gesamte Umweltbilanz beider Formate umfassend untersucht hat. Die Analyse beleuchtet unter anderem die Herstellung, den Transport, die Nutzung und die Entsorgung von eBook-Readern und Papierbüchern.

Herstellung: Papier frisst Holz, Wasser und Energie

Der größte ökologische Nachteil gedruckter Bücher liegt in der Papierproduktion. Für ein einziges Buch müssen mehrere hundert Gramm Papier hergestellt werden – und dafür braucht es Holz, Wasser, Energie und Chemikalien. Auch der Druckprozess, die Bindung, der Einband sowie der Transport vom Druckhaus in Lager und Buchhandlungen verursachen weitere Treibhausgasemissionen und Ressourcenverbrauch.

eReader: Einmalige Belastung mit langfristigem Vorteil

Ein eBook-Reader verursacht zwar bei der Herstellung einen hohen ökologischen Fußabdruck, da unter anderem Kunststoffe, seltene Erden und Edelmetalle verarbeitet werden. Doch dieser Aufwand fällt nur einmalig an. Je mehr Bücher ein Leser oder eine Leserin auf dem Gerät konsumiert, desto besser wird die Umweltbilanz pro Buch.

Laut Stiftung Warentest gleicht sich der CO₂-Ausstoß eines eReaders bereits nach etwa 22 gelesenen eBooks aus – danach wird jedes weitere digitale Buch ökologisch günstiger. Wer viel liest, profitiert also besonders stark.

Nutzung und Lebensdauer entscheidend

Die Stiftung Warentest betont, dass der ökologische Vorteil von eBooks dann besonders groß wird, wenn die Geräte lange genutzt werden. Geräte, die nur ein bis zwei Jahre verwendet oder schnell durch neuere Modelle ersetzt werden, schneiden in der Gesamtbilanz schlechter ab. Wer seinen eReader hingegen über viele Jahre hinweg und für viele Bücher nutzt, erzielt einen deutlichen Umweltvorteil.

Auch die Nutzung öffentlicher Bibliotheken mit digitalen Leihangeboten oder der Zugriff auf gemeinfreie Werke kann den Umweltvorteil von eBooks zusätzlich steigern – da kein neuer Kauf und damit keine neuen Ressourcen nötig sind.

Entsorgung bleibt eine Herausforderung

Kritisch bleibt die Entsorgung von eReadern: Elektronikschrott ist komplex zu recyceln, insbesondere wegen der darin enthaltenen Metalle und Batterien. Daher rät Stiftung Warentest zu einem bewussten Umgang mit der Technik und dazu, Geräte möglichst lange zu nutzen und fachgerecht zu entsorgen.

Fazit: Umweltfreundlich lesen – digital ist besser

In der Gesamtbetrachtung zeigt sich: eBooks haben – trotz der energieintensiven Herstellung von Lesegeräten – eine bessere Umweltbilanz als klassische Bücher. Für Vielleserinnen und Vielleser sowie für Menschen, die regelmäßig digitale Bibliotheken nutzen, ist der Umstieg nicht nur platzsparend, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

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