Mit seinem eindrucksvollen Sieg beim Belmont Stakes hat Sovereignty seine Vormachtstellung unter den dreijährigen Rennpferden eindrucksvoll bestätigt. Nach seinem Triumph beim Kentucky Derby ließ der Hengst nun auch beim prestigeträchtigen Belmont keine Zweifel aufkommen – und doch bleibt am Ende die Frage: Was wäre gewesen, wenn…?
Denn Sovereignty verzichtete nach dem Derby auf einen Start beim Preakness Stakes, dem zweiten Rennen der Triple-Crown-Serie. Damit bleibt ihm der historische Titel – den nur 13 Pferde vor ihm gewinnen konnten – für immer verwehrt.
Taktik vor Tradition
Trainer Bill Mott entschied sich bewusst gegen einen Start zwei Wochen nach dem Derby, um seinem Schützling mehr Erholungszeit zu geben. Fünf Wochen später zahlte sich die Vorsicht aus: Sovereignty dominierte auf der 2000-Meter-Distanz in Saratoga und gewann das Belmont in 2:00,69 Minuten, nur knapp über dem Bahnrekord.
„Wenn wir heute verloren hätten, wären wir heftig kritisiert worden“, sagte Mott nach dem Rennen im Interview mit Fox Sports. „Aber es hat sich ausgezahlt. Heute haben wir die richtige Entscheidung getroffen.“
Ein Rennen mit Sternchen
Ungewöhnlich: Der Belmont Stakes fand in diesem Jahr nicht auf der traditionellen 1½-Meilen-Strecke in Belmont Park statt, sondern wegen Renovierungsarbeiten auf der kürzeren Strecke in Saratoga Springs. Selbst bei einem Triple-Crown-Sieg hätte es also Diskussionen um die Gültigkeit gegeben. Vielleicht, so Mott, wurde dem Sport so eine endlose Debatte erspart.
Spitzentrio bestätigt Klasse
Das Trio Sovereignty, Journalism und Baeza bestätigte auch beim Belmont die Klasse, die es schon beim Kentucky Derby gezeigt hatte – dort belegten sie die Plätze 1 bis 3, ebenso wie jetzt. Journalism konnte beim Preakness profitieren und sich dort den Sieg sichern.
Zukunftsvisionen statt verpasste Chancen
Trotz verpasster Triple Crown ist Sovereignty ein Star mit glänzender Zukunft: Im Herbst könnte er beim Travers Stakes und dem Breeders’ Cup Classic antreten, womöglich im nächsten Frühjahr auch beim Dubai World Cup – vor den Augen seiner wohlhabenden Eigentümer.
Doch die Frage bleibt: Hätte er die Triple Crown gewonnen? Wir werden es nie erfahren. Aber eines ist sicher: Sovereignty regiert das Jahr 2025.