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Beginn der Hadsch: Millionen Pilger strömen nach Mekka

dinar_aulia (CC0), Pixabay

In Saudi-Arabien hat die Hadsch, die große muslimische Wallfahrt nach Mekka, begonnen. Bereits etwa 1,5 Millionen Gläubige aus dem Ausland sind nach Medienberichten angereist – dazu kommen Hunderttausende saudische Pilger, die gemeinsam das zentrale Ritual der Hadsch vollziehen: die Umrundung der Kaaba, des würfelförmigen, mit schwarzem Tuch bedeckten Heiligtums im Innenhof der Großen Moschee von Mekka.

Die Hadsch zählt zu den fünf Grundpflichten im Islam. Jeder Muslim und jede Muslimin, der körperlich und finanziell dazu in der Lage ist, soll einmal im Leben an der Pilgerfahrt teilnehmen. Neben dem spirituellen Erlebnis ist die Hadsch auch ein eindrucksvolles Zeugnis der Einheit der islamischen Welt: Menschen aller Herkunft, Sprache und Kultur finden sich in einem gemeinsamen Glaubensakt zusammen.

Doch die Wallfahrt ist nicht nur ein spirituelles Ereignis – sie ist auch eine große logistische und gesundheitliche Herausforderung, insbesondere bei den aktuell hohen Temperaturen. In Mekka werden derzeit über 40 Grad Celsius gemessen. Im vergangenen Jahr starben mehr als 1.300 Menschen, viele davon infolge von Hitzeerschöpfung und Dehydrierung – bei noch höheren Temperaturen als in diesem Jahr.

Die saudischen Behörden haben deshalb umfangreiche Sicherheits- und Gesundheitsvorkehrungen getroffen: Schattenplätze, Trinkwasserstationen, medizinische Notfallteams und digitale Navigationshilfen sollen helfen, die Risiken zu minimieren. Trotzdem bleibt die Hadsch ein Akt körperlicher Entbehrung und innerer Disziplin – und gerade darin liegt für viele der tiefere Sinn.

Die große Pilgerfahrt endet in wenigen Tagen mit dem Opferfest Eid al-Adha, dem höchsten islamischen Feiertag. Für Millionen von Gläubigen ist sie ein Wendepunkt im Leben – geprägt von Buße, Gebet und der Hoffnung auf Vergebung.

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