Die deutsche Finanzaufsicht BaFin warnt eindringlich vor einer Gruppe von Websites, die sich im Aufbau und Inhalt stark ähneln. Die Betreiber dieser Seiten bieten offenbar unerlaubt Finanz- und Wertpapierdienstleistungen an – und täuschen dabei vor, offiziell reguliert zu sein. Tatsächlich haben sie keine Erlaubnis, in Deutschland solche Geschäfte zu betreiben.
Nach Erkenntnissen der BaFin verwenden die Websites eine fast identische Begrüßung auf der Startseite. Dort steht immer:
„Verdient Ihr Vertrauen Geringe Spreads Plattform – [Name der Plattform] Bieten Sie Ihren Kunden eine breite Palette von CFD-Handelsprodukten wie Devisen, Metalle und Rohstoffe, Aktienindizes usw.“
Diese standardisierte Formulierung ist ein deutliches Warnsignal.
Die Anbieter geben sich als amerikanische Finanzunternehmen aus und behaupten oft, unter Aufsicht von US-Behörden wie der SEC oder der CFTC zu stehen. Doch das ist nach bisherigen Ermittlungen nicht zutreffend.
Folgende Websites sind derzeit bekannt und von der BaFin als riskant eingestuft:
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xhproltd.com – XH PRO GLOBAL LIMITED
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ubsfxmarts.com – UBSD FX GROUP LIMITED
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tdcfx.com – UBSD FX GROUP LIMITED
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macrobee.com – MACRO GLOBAL LIMITED
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growthsavings.com – GROWTH CAPITAI LIMITED
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sfocl-global.com – SFOCL GROUP LIMITED
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glorioilfx.com – GOLDONLINE GLOBAL LIMITED
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ftkmd.com – FTK GLOBAL INVESTMENT CO. LTD
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bgamfx.com – BGAMFX GROUP LIMITED
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beaumont-fx.com – BEAUMONT GLOBAL LIMITED
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beaumontfx.com – ABANS GLOBAL LTD
Alle diese Seiten erwecken den Eindruck, seriöse Broker für den Handel mit CFDs, Devisen, Edelmetallen, Rohstoffen und Indizes zu sein. Tatsächlich agieren sie ohne Zulassung, was in Deutschland illegal ist.
Laut § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes darf in Deutschland nur derjenige Finanzdienstleistungen anbieten, der von der BaFin ausdrücklich genehmigt wurde. Diese Anbieter haben keine Genehmigung.
Worauf Verbraucher achten sollten:
Die BaFin sowie das Bundeskriminalamt (BKA) und die Landeskriminalämter (LKAs) warnen Verbraucherinnen und Verbraucher regelmäßig vor Online-Betrug mit Geldanlagen. Bei unbekannten Anbietern im Internet gilt:
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Prüfen Sie, ob das Unternehmen in der Unternehmensdatenbank der BaFin eingetragen ist.
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Seien Sie skeptisch bei hohen Gewinnversprechen, professionell aussehenden Webseiten und angeblichen „staatlichen Genehmigungen“.
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Achten Sie auf Rechtschreibfehler, unklare Unternehmensangaben und ungewöhnliche Formulierungen.
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Lassen Sie sich niemals unter Druck setzen, Geld zu überweisen oder persönliche Daten preiszugeben.
Wer bereits Zahlungen geleistet hat, sollte umgehend:
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seine Bank kontaktieren,
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sämtliche Belege sichern,
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und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Fazit:
Die Websites, vor denen die BaFin jetzt warnt, sind Teil eines groß angelegten Systems unerlaubter Finanzplattformen. Anleger sollten sich nicht täuschen lassen – auch nicht durch scheinbar professionelle Auftritte. Der beste Schutz ist gründliche Prüfung vor jeder Investition.