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US-Regierung droht Harvard mit Verlust der Zulassung für internationale Studierende

MIH83 (CC0), Pixabay

Die Trump-Administration erhöht den Druck auf Harvard University massiv: Neben einem Einfrieren von zwei Milliarden Dollar an Fördermitteln droht nun auch der Entzug der Berechtigung, internationale Studierende aufzunehmen. Hintergrund ist Harvards Weigerung, von der Regierung geforderte Reformen umzusetzen – etwa die Abschaffung von Diversity-Programmen und die Einführung leistungsbasierter Zulassungs- und Einstellungsverfahren.

US-Heimatschutzministerin Kristi Noem forderte Harvard in einem scharfen Schreiben auf, bis Ende April detaillierte Informationen über Vergehen internationaler Studierender vorzulegen. Andernfalls werde die SEVP-Zertifizierung entzogen, die für die Vergabe von Studierendenvisa unerlässlich ist. Noem wirft Harvard zudem vor, ein „feindliches Lernumfeld“ für jüdische Studierende geschaffen zu haben.

Harvard wies die Forderungen zurück und betonte seine Unabhängigkeit und seine verfassungsmäßigen Rechte. Auch jüdische Studierende der Universität kritisierten die Maßnahmen der Regierung: In einem offenen Brief warfen sie der Administration vor, sie als politische Werkzeuge zu missbrauchen, anstatt echten Antisemitismus effektiv zu bekämpfen.

Parallel dazu prüft die US-Steuerbehörde IRS die Aberkennung von Harvards Gemeinnützigkeitsstatus – ein beispielloser Schritt. Bereits zuvor hatte die Regierung Millionen an Fördermitteln für Harvard gestrichen, unter anderem wegen angeblicher konservativenfeindlicher Studien.

Sollte Harvard die SEVP-Zertifizierung verlieren, wären rund 6.800 internationale Studierende direkt betroffen. Normalerweise bleibt Studierenden in solchen Fällen eine gewisse Zeit, um an eine andere zertifizierte Institution zu wechseln.

Harvard hält an seiner Linie fest: Man werde gesetzeskonform handeln und erwarte dies auch von der Regierung, so ein Sprecher. Jede Maßnahme müsse sich an geltendem Recht orientieren und die Rechte der Betroffenen wahren.

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