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Trump kündigt Interview mit Journalisten an, der „Signalgate“-Skandal aufdeckte

heblo (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, sich zu einem Interview mit Jeffrey Goldberg, Chefredakteur des Atlantic, zu treffen. Goldberg war im März versehentlich in eine Signal-Chatgruppe aufgenommen worden, in der ranghohe Regierungsmitglieder über einen US-Militäreinsatz in Jemen diskutierten – ein Vorfall, der als „Signalgate“ Schlagzeilen machte.

Auf Truth Social erklärte Trump, er wolle das Interview aus „Neugier“ führen und als „Wettkampf mit sich selbst“ sehen. Er wolle prüfen, ob The Atlantic in der Lage sei, „wahrheitsgetreu“ über ihn zu berichten. Das Gespräch soll Teil eines größeren Artikels mit dem Titel „Der bedeutendste Präsident dieses Jahrhunderts“ werden.

Die Chat-Panne hatte schwerwiegende Folgen: Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte versehentlich geheime Informationen, was zunächst vom Weißen Haus heruntergespielt wurde. Später veröffentlichte Goldberg Screenshots der Nachrichten, um die Echtheit seiner Enthüllungen zu belegen. Trump und seine Unterstützer warfen Goldberg jedoch vor, „unseriös“ zu berichten.

Medien aus dem MAGA-Umfeld verteidigten Trump und seine Regierung und stellten Goldberg infrage. Fox-News-Moderatorin Kayleigh McEnany sprach von einem „offensichtlichen Fehler“, während Jesse Watters sogar andeutete, Goldberg könnte den Chat absichtlich infiltriert haben.

Die Ankündigung des Interviews überrascht, da Trump Goldberg in der Vergangenheit scharf attackiert hatte – etwa wegen eines 2020 erschienenen Artikels, in dem Trump angeblich gefallene US-Soldaten als „Verlierer“ und „Trottel“ bezeichnet haben soll. Trump bezeichnete den Bericht erneut als „erfundene Lüge“.

Goldberg, sowie die Atlantic-Journalisten Michael Scherer und Ashley Parker, die ebenfalls Teil des Interviews sein werden, wurden am Donnerstag auf dem Gelände des Weißen Hauses gesehen. The Atlantic selbst lehnte eine Stellungnahme ab.

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