Die Wechseljahre gehören zum natürlichen Älterwerden, können sich jedoch von Frau zu Frau sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Während manche Frauen kaum Veränderungen spüren, leiden andere über längere Zeit unter körperlichen und psychischen Beschwerden. Gerade dann stellt sich häufig die Frage, ob bestimmte Symptome tatsächlich mit den hormonellen Veränderungen zusammenhängen und welche Möglichkeiten es gibt, damit umzugehen.
Um Betroffenen eine leicht erreichbare erste Anlaufstelle zu bieten, hat die Barmer ein Beratungstelefon speziell zum Thema Wechseljahre gestartet. Frauen können sich dort informieren, Beschwerden einordnen und Hinweise auf mögliche weitere Unterstützung erhalten. Die Beratung soll dabei helfen, mehr Orientierung in einer Lebensphase zu schaffen, in der viele Fragen auftreten können.
Beratung nicht nur für Barmer-Versicherte
Das Angebot richtet sich nach Angaben der Krankenkasse an alle Interessierten. Eine Mitgliedschaft bei der Barmer ist demnach keine Voraussetzung. Die telefonische Beratung ist kostenlos und täglich erreichbar.
Damit setzt die Krankenkasse bewusst auf ein niedrigschwelliges Angebot: Frauen müssen zunächst keinen Arzttermin vereinbaren, um allgemeine Fragen rund um die Wechseljahre zu besprechen. Das Beratungstelefon ersetzt allerdings keine ärztliche Untersuchung – insbesondere bei starken, ungewöhnlichen oder länger anhaltenden Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden.
Frauengesundheit stärker in den Mittelpunkt rücken
Hinter dem Angebot steht auch ein grundsätzliches Anliegen. Nach Angaben der Barmer habe Frauengesundheit in der medizinischen Versorgung lange nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient. Die Wechseljahre sind dafür ein Beispiel: Obwohl sie einen großen Teil der weiblichen Bevölkerung betreffen, bestehen weiterhin Unsicherheiten über Symptome und mögliche Hilfen.
Ein Beratungsangebot kann deshalb auch dazu beitragen, offener über die Wechseljahre zu sprechen. Denn Beschwerden in dieser Lebensphase betreffen nicht nur das persönliche Wohlbefinden. Schlafprobleme oder andere Belastungen können beispielsweise Auswirkungen auf Alltag, Familie und Beruf haben.
Orientierung statt langer Suche nach Antworten
Das neue Beratungstelefon soll vor allem eine erste Orientierung ermöglichen. Frauen können ihre Fragen direkt ansprechen und sich darüber informieren, welche nächsten Schritte für sie infrage kommen könnten.
Damit wird aus einem Thema, das lange häufig im Privaten blieb, zunehmend eine Frage der Gesundheitsversorgung. Die Botschaft hinter der neuen Hotline: Frauen sollen mit ihren Fragen zu den Wechseljahren nicht allein nach Antworten suchen müssen.