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Großbritannien und Frankreich wollen Truppen nach Ukraine entsenden – bei Friedensabkommen mit Russland

Großbritannien und Frankreich haben sich bereit erklärt, Truppen in die Ukraine zu entsenden, falls ein Friedensabkommen mit Russland zustande kommt. Das verkündete der britische Premierminister Keir Starmer am Dienstag in Paris, wo er gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnete.

Ziel sei es, der Ukraine langfristige Sicherheitsgarantien zu bieten und Moskau von weiteren Aggressionen abzuhalten. „Nach einem Waffenstillstand werden Großbritannien und Frankreich Militärstützpunkte in der Ukraine errichten und geschützte Einrichtungen für Waffen und Ausrüstung schaffen, um die Verteidigung des Landes zu unterstützen“, sagte Starmer bei der gemeinsamen Pressekonferenz.

Die Vereinbarung ist Teil eines Treffens der sogenannten „Koalition der Willigen“, an dem Vertreter aus 35 Ländern teilnahmen – darunter auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn von Donald Trump. Trotz geopolitischer Spannungen, etwa rund um die US-Intervention in Venezuela oder Spekulationen über US-Interessen an Grönland, wurde bei dem Gipfel betont, dass der Westen geschlossen hinter der Ukraine steht.

Laut NATO-Generalsekretär Mark Rutte war das Treffen ein „sehr erfolgreicher Schritt“ hin zu stabilen Friedensbedingungen. Sollte es zu einem Friedensvertrag kommen, sehen die Pläne eine multinationale Truppe vor, die die Ukraine zu Land, zu Wasser und in der Luft schützt. Auch ein zuverlässiges System zur Überwachung eines Waffenstillstands wird in Aussicht gestellt.

Frankreichs Präsident Macron betonte, dass diese Sicherheitsgarantien verhindern sollen, dass ein Friedensabkommen zu einem späteren Rückfall in den Krieg führt. „Russland hat in der Vergangenheit wiederholt Verträge gebrochen. Das darf sich nicht wiederholen.“

Das geplante Sicherheitskonzept soll zudem die Aufstellung einer ukrainischen Armee mit bis zu 800.000 Soldaten ermöglichen – eine deutliche Abkehr von früheren Entwürfen, die die Truppenstärke bei 600.000 begrenzen wollten.

Trotz diplomatischer Fortschritte bleibt ein Friedensschluss vorerst unrealistisch. Starmer sagte: „Ein Abkommen ist nur möglich, wenn Putin kompromissbereit ist – doch das zeigt er derzeit nicht.“

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