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Hamburger Urteil: Aktivisten müssen über 400.000 Euro Schadensersatz zahlen

Urteil | © QuinceMedia / Pixabay

Nach einer Blockade des Hamburger Flughafens im Juli 2023 hat das Landgericht Hamburg erstmals zivilrechtlich harte Konsequenzen gegen Mitglieder der Gruppe „Letzte Generation“ verhängt. Zehn Beteiligte wurden zu einer Gesamtschadensersatzzahlung von 403.137,68 Euro an die Lufthansa-Gruppe verurteilt. Alternativ droht ihnen Ordnungshaft von bis zu zwei Jahren.

Die Aktivisten hatten am 13. Juli 2023 das Flughafengelände betreten und den Luftverkehr zeitweise vollständig zum Stillstand gebracht. Laut Urteil führte die Aktion zu erheblichen Störungen im Betriebsablauf und stellt einen „Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb“ dar. Die Lufthansa-Tochter Eurowings hatte stellvertretend für mehrere Konzernfluglinien geklagt. Insgesamt waren 8500 Passagiere betroffen; 57 Flüge mussten gestrichen werden.

Der zugesprochene Schadensersatz setzt sich aus verschiedenen Positionen zusammen, darunter Erstattungen an Fluggäste, zusätzliche Treibstoffkosten und entgangener Gewinn. Zusätzlich tragen die Verurteilten sämtliche Verfahrenskosten.

Rechtsbeobachter sehen in der Entscheidung ein mögliches Signal für weitere zivilrechtliche Schritte anderer Flughäfen und Fluggesellschaften. Mehrere Unternehmen hatten ähnliche Klagen bereits erwogen und das Hamburger Verfahren als Präzedenzfall abgewartet.

Das Urteil liegt seit dem 21. November schriftlich vor. Eine Stellungnahme der Lufthansa zu möglichen weiteren Schritten blieb bislang aus.

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