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Windpark Willmersdorf II: Bilanzsumme sinkt kräftig – Eigenkapital und Verbindlichkeiten gehen zurück

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die Windpark Willmersdorf II GmbH & Co. KG aus Bernau bei Berlin hat ihren geänderten Jahresabschluss für 2025 veröffentlicht. Die Veröffentlichung vom 25. August 2026 berichtigt eine frühere Fassung vom 24. Juli 2026.

Die Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang der Bilanzsumme. Zum 31. Dezember 2025 lag sie bei 4,21 Millionen Euro, nach 5,66 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Minus von rund 1,45 Millionen Euro beziehungsweise knapp 26 Prozent.

Anlagevermögen sinkt um fast 900.000 Euro

Das Anlagevermögen verringerte sich von 4,16 Millionen Euro auf 3,27 Millionen Euro. Es besteht vollständig aus Sachanlagen.

Der Rückgang passt zu den im Anhang beschriebenen planmäßigen Abschreibungen. Die Gesellschaft schreibt ihre abnutzbaren Vermögensgegenstände nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear beziehungsweise degressiv ab.

Konkrete Angaben zur Höhe der Abschreibungen enthält der veröffentlichte Abschluss allerdings nicht.

Deutlich weniger liquide Mittel

Auch das Umlaufvermögen ging spürbar zurück. Ende 2025 standen noch 870.186 Euro zu Buche, nach 1,41 Millionen Euro im Vorjahr.

Besonders deutlich zeigt sich die Veränderung bei den Bankguthaben. Diese sanken von rund 1,07 Millionen Euro auf 674.165 Euro. Damit verringerte sich die Liquiditätsposition um etwa 400.000 Euro.

Auch die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen zurück – von 337.162 Euro auf 196.021 Euro.

Eigenkapital fällt um mehr als 870.000 Euro

Auf der Passivseite fällt vor allem der deutliche Rückgang des Eigenkapitals auf.

Die Kapitalanteile der Kommanditisten sanken von 2,41 Millionen Euro auf 1,53 Millionen Euro. Das entspricht einer Verringerung um rund 871.000 Euro beziehungsweise gut 36 Prozent.

Ein Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird mit null Euro ausgewiesen.

Warum sich die Kapitalanteile so stark reduziert haben, lässt sich aus den veröffentlichten Angaben nicht im Einzelnen erkennen. Denkbar wären beispielsweise Entnahmen oder Ergebnisverrechnungen, doch der vorliegende Anhang enthält dazu keine nähere Aufschlüsselung.

Verbindlichkeiten sinken um mehr als eine halbe Million Euro

Positiv fällt der Rückgang der Verbindlichkeiten aus. Diese reduzierten sich von 2,94 Millionen Euro auf 2,39 Millionen Euro.

Damit wurden innerhalb eines Jahres rund 555.000 Euro an bilanzierten Verpflichtungen abgebaut.

Von den Ende 2025 bestehenden Verbindlichkeiten sind lediglich rund 80.926 Euro innerhalb eines Jahres fällig. Der weitaus größere Teil von 2,30 Millionen Euro besitzt eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Langfristige Schulden deutlich niedriger

Besonders auffällig ist der Rückgang der sehr langfristigen Verpflichtungen.

Nach Angaben im Anhang beliefen sich die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Ende 2025 auf 2,304 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 3,389 Millionen Euro.

Das entspricht einem Rückgang um rund 1,08 Millionen Euro.

Dabei ist allerdings zu beachten: Eine solche Veränderung bedeutet nicht automatisch, dass dieser gesamte Betrag tatsächlich zurückgezahlt wurde. Ein Teil bestehender Finanzierungen kann allein aufgrund des Zeitablaufs in eine kürzere Restlaufzeitklasse gewechselt sein.

Rückstellungen ebenfalls niedriger

Die Rückstellungen reduzierten sich von 317.179 Euro auf 291.458 Euro.

Nach den Angaben im Anhang umfassen sie unter anderem Steuerrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen und erkennbare Risiken. Eine genauere Aufteilung wird nicht veröffentlicht.

Eigenkapitalquote bleibt trotz Rückgang relativ solide

Obwohl das Eigenkapital deutlich gesunken ist, liegt die rechnerische Eigenkapitalquote zum Jahresende bei rund 36,4 Prozent.

Im Vorjahr waren es etwa 42,5 Prozent.

Damit ist der Windpark zwar stärker fremdfinanziert als ein Jahr zuvor, verfügt bilanziell aber weiterhin über einen vergleichsweise hohen Eigenkapitalanteil.

Was aus dem Abschluss nicht hervorgeht

Für eine vollständige wirtschaftliche Beurteilung fehlen wichtige Kennzahlen. Die veröffentlichte Berichtigung enthält keine Gewinn- und Verlustrechnung mit Angaben zu Umsatz, Stromerlösen, Betriebskosten, Abschreibungen, Zinsaufwand oder Jahresergebnis.

Deshalb lässt sich nicht beurteilen, ob der Windpark 2025 operativ profitabel gearbeitet hat oder wie sich die Stromproduktion und Erlöse entwickelt haben.

Auch der starke Rückgang des Eigenkapitals kann ohne weitere Angaben zur Ergebnisverwendung nicht abschließend erklärt werden.

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