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Warnung vor mutmaßlich gefälschten Inkassoschreiben: Überweisungen auf britisches Konto vermeiden

geralt (CC0), Pixabay

Verbraucherschützer warnen erneut vor betrügerischen Inkassoschreiben. Derzeit kursieren Schreiben, die angeblich von der „INKASSO ALISERT AG HAMBURG“ stammen. Als Zahlungsempfänger wird „ALISERT“ genannt, verbunden mit einer britischen Bankverbindung. Betroffene sollten eine solche Forderung keinesfalls ungeprüft begleichen.

In den vorliegenden Schreiben wird folgende Bankverbindung angegeben:

  • Angeblicher Absender: INKASSO ALISERT AG HAMBURG
  • Empfänger: ALISERT
  • IBAN: GB60 CLJU 0413 0735 7798 95

Bereits die Kombination aus einem angeblich in Hamburg ansässigen Inkassounternehmen und einer britischen IBAN (GB) sollte Empfänger aufmerksam machen. Eine ausländische Kontoverbindung allein ist zwar nicht automatisch unseriös, in Verbindung mit zweifelhaften oder nicht nachvollziehbaren Forderungen gilt sie jedoch als deutliches Warnsignal.

Betrüger setzen auf Zeitdruck

Wie bei vielen Inkassobetrugsfällen arbeiten die Täter mit psychologischem Druck. Die Schreiben wirken häufig professionell gestaltet und enthalten Formulierungen wie „letzte Mahnung“, „gerichtliche Schritte“ oder „Zwangsvollstreckung“. Ziel ist es, die Empfänger zu einer schnellen Zahlung zu bewegen, ohne dass diese die Forderung überprüfen.

Nicht selten werden Fantasieforderungen, angebliche Vertragsabschlüsse oder frei erfundene Gebühren geltend gemacht. Wer die behauptete Forderung nicht eindeutig zuordnen kann, sollte keinesfalls vorschnell überweisen.

So sollten Betroffene reagieren

Wer ein solches Schreiben erhält, sollte zunächst Ruhe bewahren und die Forderung genau prüfen. Wichtig ist insbesondere:

  • den angeblichen Gläubiger überprüfen,
  • den Forderungsgrund nachvollziehen,
  • die Existenz des Inkassounternehmens kontrollieren,
  • keine Zahlung leisten, solange Zweifel bestehen,
  • keine im Schreiben angegebenen Telefonnummern oder E-Mail-Adressen ungeprüft nutzen.

Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, empfiehlt es sich, umgehend die eigene Bank zu kontaktieren und einen Überweisungsrückruf zu veranlassen. Zusätzlich kann eine Strafanzeige bei der Polizei sinnvoll sein.

Vorsicht bei unbekannten Inkassoforderungen

Seriöse Inkassounternehmen können ihre Forderungen nachvollziehbar belegen und weisen den ursprünglichen Gläubiger eindeutig aus. Fehlen diese Angaben oder bestehen erhebliche Zweifel an der Echtheit des Schreibens, sollten Verbraucher besonders vorsichtig sein.

Die angegebene Bankverbindung

Empfänger: ALISERT
IBAN: GB60 CLJU 0413 0735 7798 95

sollte daher nicht ohne vorherige sorgfältige Prüfung für eine Überweisung genutzt werden.

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