Dark Mode Light Mode

FondsSecure Systematik: Solide Wertentwicklung mit defensiver Neuausrichtung in einem anspruchsvollen Marktumfeld

geralt (CC0), Pixabay

Der FondsSecure Systematik konnte im Geschäftsjahr 2025/2026 trotz eines von geopolitischen Krisen, Handelskonflikten und erhöhter Volatilität geprägten Marktumfelds eine ÜberzeugWertentwicklung von +8,72 % erzielen. Damit blieb der Fonds zwar leicht hinter dem MSCI World (+10,80 %) zurück, entwickelte sich jedoch deutlich besser als viele klassische Mischfonds und profitierte von einem aktiven Risikomanagement.

Aus Anlegersicht positiv hervorzuheben ist die flexibel und ak. Das Fondsmanagement reduzierte angesichts zunehmender geopolitischer Risiken im Nahen Osten konsequent die Aktienquote und erhöhte die Liquiditäts- sowie Geldmarktpositionen deutlich. Gleichzeitig wurden Absicherungen über DAX-Futures und zeitweise Währungssicherungen eingesetzt. Diese Maßnahmen zeigen einen disziplinierten und risikobewussten Investmentansatz, der darauf abzielt, größere Kursverluste in turbulenten Marktphasen zu begrenzen.

Das Portfolio ist weiterhin breit diversifiziert. Rund 54 % des Vermögens entfallen auf Investmentfonds und ETFs, knapp 35 % auf Einzelaktien sowie rund 8 % auf Goldinvestments. Ergänzt wird das Portfolio durch Geldmarktfonds und eine vergleichsweise hohe Liquiditätsquote, wodurch der Fonds aktuell defensiver positioniert ist als noch im Vorjahr. Besonders die Goldpositionen erwiesen sich im Berichtsjahr als stabilisierender Faktor.

Thematisch setzt das Management weiterhin auf langfristige Wachstumstrends wie Künstliche Intelligenz, Halbleiter, Digitalisierung, Infrastruktur sowie ausgewählte Gesundheitswerte. Gleichzeitig erfolgt die Titelauswahl nicht ausschließlich nach Markttrend, sondern anhand eines eigenen Multifaktorenmodells, das fundamentale Kennzahlen, relative Stärke und Nachhaltigkeitskriterien kombiniert. Dieser systematische Investmentprozess stellt einen wesentlichen Mehrwert gegenüber rein passiven Strategien dar.

Ein weiterer Pluspunkt ist die konsequente Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien. Mindestens 51 % des Fondsvermögens müssen ESG-konform investiert sein; tatsächlich erfüllten zum Stichtag rund 88 % der bewerteten Wertpapiere mindestens ein MSCI-ESG-Rating von BB oder besser. Verstöße gegen die definierten Ausschlusskriterien wurden nicht festgestellt.

Kritisch zu betrachten sind jedoch die vergleichsweise hohen laufenden Kosten. Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 2,00 % liegt der Fonds deutlich über kostengünstigen ETF-Lösungen. Damit muss das aktive Management dauerhaft einen entsprechenden Mehrwert liefern, um diese Kosten langfristig zu rechtfertigen. Zudem blieb die Rendite im Berichtsjahr trotz des hohen aktiven Managementaufwands leicht hinter dem globalen Aktienmarkt zurück.

Positiv fällt dagegen die Risikostruktur auf. Die Volatilität von 12,46 % bewegt sich für einen offensiv ausgerichteten Multi-Asset-Fonds auf einem moderaten Niveau. Darüber hinaus verfügt der Fonds über ausreichend Liquidität und investiert überwiegend in gut handelbare Wertpapiere, sodass aus heutiger Sicht keine wesentlichen Liquiditätsengpässe zu erwarten sind.

Fazit aus Anlegersicht

Der FondsSecure Systematik überzeugt vor allem durch sein aktives Risikomanagement, seine breite Diversifikation und den systematischen Investmentansatz. Die defensive Anpassung der Vermögensstruktur zeigt, dass das Fondsmanagement flexibel auf veränderte Marktbedingungen reagiert und Risiken frühzeitig reduziert. Für Anleger, die einen aktiv gesteuerten Multi-Asset-Fonds mit ESG-Berücksichtigung und langfristigem Vermögensaufbau suchen, bleibt der Fonds attraktiv.

Dem stehen jedoch die hohen laufenden Kosten sowie eine Performance gegenüber, die zwar solide, aber nicht besser als der globale Aktienmarkt ausfiel. Langfristig wird entscheidend sein, ob das aktive Management auch künftig durch konsequente Risikosteuerung und eine überdurchschnittliche Wertentwicklung einen nachhaltigen Mehrwert gegenüber passiven Alternativen erzielen kann.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Stiko passt Corona-Impfempfehlung an: Auffrischung künftig erst ab 75 Jahren empfohlen

Next Post

Vorläufige Insolvenzverwaltung bei Oliver Bucher Beteiligungs GmbH angeordnet