Es heißt ja immer:
Das Internet vergisst nichts.
Noch hartnäckiger sind allerdings alte E-Mails.
Die tauchen manchmal Jahre später wieder auf und sorgen für mehr Schlagzeilen als jede royale Hochzeit.
Ein Tee, der schlecht gealtert ist
Nach einem aktuellen Medienbericht soll Sarah Ferguson, die frühere Herzogin von York, den später verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein im Jahr 2009 zweimal besucht haben – während dieser im Rahmen eines Arbeitsprogramms tagsüber seine Haftanstalt verlassen durfte.
Geplant gewesen sein soll sogar ein dritter Besuch.
Man könnte sagen:
Das war definitiv keine Kaffeefahrt mit gutem Nachgeschmack.
„Nur schnell auf einen Tee…“
Besonders unangenehm wirken heute veröffentlichte E-Mails.
Darin fragt Ferguson sinngemäß, ob sie auf einen „schnellen Tee“ vorbeikommen könne.
Eine Woche später bezeichnet sie Epstein als ihren „spektakulären Freund“, nennt ihn eine „Legende“ und bedankt sich überschwänglich für seine Unterstützung.
Damals klang das vielleicht freundlich.
Heute dürfte jeder PR-Berater beim Lesen spontan nach Baldriantropfen greifen.
E-Mails altern manchmal schlechter als Milch
Später schrieb Ferguson sogar von ihrer großen Dankbarkeit und scherzte sinngemäß:
„Heirate mich doch.“
Was damals möglicherweise als lockerer Spruch gemeint war, liest sich heute ungefähr so entspannt wie ein Steuerbescheid am Heiligabend.
Wichtig bleibt:
Nach den bisherigen Informationen wird Sarah Ferguson selbst keine Straftat im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein vorgeworfen.
Die Berichte beziehen sich auf Besuche und E-Mail-Kontakte sowie auf nun veröffentlichte Dokumente.
Heute klingt alles anders
Ferguson hat bereits vor Jahren erklärt, sie bereue die Freundschaft mit Epstein zutiefst.
Nach Angaben ihrer Sprecher habe sie den Kontakt beendet, nachdem das Ausmaß der gegen ihn erhobenen Vorwürfe bekannt geworden sei.
Fazit
Die Geschichte zeigt einmal mehr:
Es gibt Nachrichten, die man besser nie abschickt.
Und es gibt Bekanntschaften, bei denen man sich Jahre später wünscht, man hätte stattdessen einfach wirklich nur eine Tasse Tee getrunken – und zwar ganz woanders.
Denn wie heißt es so schön?
Nicht jeder, der „auf einen Tee“ einlädt, ist eine gute Gesellschaft.