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Solide Rendite durch breite Diversifikation – aber Kosten, Komplexität und ESG-Abschwächung im Blick behalten

geralt (CC0), Pixabay

Der Hartz Regehr Substanz-Fonds erzielte 2025 aus Anlegersicht ein insgesamt gutes Ergebnis. Die Anteilklasse A legte um 6,78 %, B um 6,50 % und M um 7,54 % zu. Besonders positiv ist, dass der Fonds trotz geopolitischer Unsicherheiten, schwächerem US-Dollar und zwischenzeitlicher Marktrückgänge eine stabile Wertentwicklung erreichte.

Das Portfolio ist breit gestreut: 40,28 % Investmentanteile, 35,72 % Aktien, 13,89 % Anleihen, 8,60 % Zertifikate sowie kleinere Positionen in Beteiligungspapieren und Liquidität. Auffällig ist die deutliche Verschiebung gegenüber 2024: Der Aktienanteil wurde von 43,46 % auf 35,72 % reduziert, während Investmentanteile von 29,08 % auf 40,28 % stiegen. Das zeigt eine stärkere Nutzung von Fonds und ETFs zur Diversifikation.

Positiv zu bewerten ist das aktive Risikomanagement. Der Fonds nutzte den Marktrückgang im April für Nachkäufe bei europäischen und US-amerikanischen Indexfonds und reduzierte später die Aktienquote wieder auf den Zielwert. Auch die stärkere regionale Streuung außerhalb Europas und der USA, etwa über Schwellenländer, Asien-Pazifik, Japan und Kanada, verbessert die Risikoverteilung.

Ein wesentlicher Renditetreiber waren die „Sonstigen Anlagen“. Besonders stark entwickelte sich Gold mit +49,3 %. Auch der Cat-Bond-Fonds mit +7,6 % und das Hedgefonds-Investment mit +6,7 % trugen zur Stabilisierung bei. Diese Beimischungen können für Anleger attraktiv sein, weil sie weniger stark mit klassischen Aktien- und Anleihemärkten korrelieren.

Kritisch zu sehen sind jedoch die Kostenunterschiede zwischen den Anteilklassen. Die Anteilklasse M ist mit einer OCF von 0,32 % deutlich günstiger als A mit 1,04 % und B mit 1,44 %. Für langfristige Anleger kann dieser Kostenunterschied erheblich sein. Zudem fiel in Anteilklasse A und B eine Performance Fee an, was die Nettoerträge belastet.

Auch die ESG-Einstufung verdient eine differenzierte Betrachtung. Der Fonds ist ein Artikel-8-Produkt und bewirbt ökologische und soziale Merkmale. Allerdings tätigte er keine nachhaltigen Investitionen und weist 0,00 % EU-Taxonomie-Konformität aus. Zudem sank der Anteil der Anlagen mit ökologischen oder sozialen Merkmalen von 82,20 % im Vorjahr auf 75,10 %. Für Anleger mit hohen Nachhaltigkeitsansprüchen ist das ein Schwachpunkt.

Insgesamt erscheint der Fonds für Anleger geeignet, die einen aktiv gesteuerten, breit diversifizierten Mischfonds mit defensiven Stabilisierungselementen suchen. Die Rendite 2025 war solide, das Fondsvolumen wuchs auf rund 1,39 Mrd. Euro, und die Strategie wirkt professionell umgesetzt. Anleger sollten jedoch die Kosten, die hohe Komplexität durch Zielfonds, Zertifikate und alternative Anlagen sowie die nur begrenzte Nachhaltigkeitswirkung genau prüfen.

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