Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht 2025 ein gemischtes Bild. Der Fonds erzielte eine positive Wertentwicklung von +5,92 % in der R-Tranche und +6,65 % in der I-II-Tranche. Damit konnte er vom freundlichen Marktumfeld für Technologie- und Wachstumswerte profitieren. Besonders positiv wirkten Titel wie Micron, Grenergy Renovables, Alphawave IP Group und Vertiv. Belastend waren unter anderem Fluence Energy, InPost und Norsk Titanium.
Die Strategie ist klar auf Clean Technologies, Wachstum und Technologieaktien ausgerichtet. Das Portfolio ist mit 28 Aktien relativ konzentriert. Die größten Positionen sind unter anderem Micron Technology mit 8,42 %, Cadeler mit 6,95 %, InPost mit 6,34 %, Schneider Electric mit 5,38 % und Prysmian mit 4,99 %. Dadurch besteht eine erhöhte Abhängigkeit von einzelnen Titeln und vom Technologie-/Wachstumssegment.
Ein kritischer Punkt ist das geringe Fondsvolumen von nur 1,11 Mio. Euro. Für Anleger bedeutet das: Fixkosten fallen stärker ins Gewicht. Das zeigt sich deutlich an den Kostenquoten. Die OCF beträgt 3,76 % für die R-Tranche und 2,82 % für die I-II-Tranche. Diese Kosten sind hoch und mindern langfristig die Renditechancen erheblich. Gerade bei einem Fonds mit nur moderater Jahresperformance ist das ein wichtiger Nachteil.
Positiv ist, dass der Fonds seine Nachhaltigkeitsausrichtung transparent darstellt. Der Anteil fossiler Brennstoffe wurde auf 0 % reduziert, und die Ausschlusskriterien wurden eingehalten. Allerdings handelt es sich nur um ein Artikel-8-Produkt, nicht um einen Fonds mit nachhaltigem Anlageziel. Zudem beträgt der Anteil taxonomiekonformer Investitionen 0 %. Auffällig ist auch, dass der CO₂-Fußabdruck von 120,60 auf 168,89 Tonnen CO₂e je Mio. Euro Investition gestiegen ist.
Die Liquidität und Struktur des Fonds verdienen Aufmerksamkeit: Das Fondsvermögen sank von 1,196 Mio. Euro auf 1,114 Mio. Euro. Besonders bei der institutionellen Tranche I-II gab es deutliche Mittelabflüsse von netto rund 221.000 Euro. Die R-Tranche wuchs dagegen durch Mittelzuflüsse. Für Anleger ist wichtig, ob der Fonds künftig genügend Volumen aufbauen kann, um wirtschaftlich effizient betrieben zu werden.
Insgesamt ist TEQ – Clean Technologies ein thematisch interessanter, aber risikoreicher Spezialfonds. Er eignet sich eher für Anleger, die gezielt auf Clean-Tech- und Technologie-Wachstumswerte setzen möchten und starke Kursschwankungen akzeptieren. Die größten Kritikpunkte sind das kleine Fondsvolumen, die hohen laufenden Kosten, die Konzentration auf wenige Titel und die fehlende Taxonomie-Konformität.
Fazit: Der Fonds hat 2025 ordentlich abgeschnitten und besitzt ein nachvollziehbares Zukunftsthema. Für einen Einstieg sollten Anleger jedoch besonders auf Kosten, Volumenentwicklung und Risikokonzentration achten. Als Beimischung kann der Fonds interessant sein; als Kerninvestment erscheint er derzeit zu spezialisiert und kostenintensiv.