Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht 2025 ein gemischtes Bild. Der Fonds blieb seiner vorsichtigen, substanzorientierten Ausrichtung treu, konnte daraus im Berichtsjahr aber keinen positiven Wertbeitrag erzielen. Die Wertentwicklung lag bei -1,79 %, der Anteilwert sank von 67,14 EUR auf 65,94 EUR.
Positiv hervorzuheben ist die deutlich defensivere Portfoliostruktur. Der Fonds reduzierte den Anleiheanteil von 65,83 % auf 42,61 % und erhöhte gleichzeitig Liquidität und Termingelder stark. Bankguthaben und Festgelder machten zusammen rund 33,5 % des Fondsvermögens aus. Das verbessert die Stabilität und Handlungsfähigkeit, begrenzt aber zugleich die Renditechancen.
Der Aktienanteil wurde nur moderat auf 14,51 % erhöht. Die Auswahl konzentriert sich überwiegend auf große internationale Unternehmen wie Nestlé, Roche, Beiersdorf, PayPal, Nike und Biogen. Das spricht für eine selektive Chancenwahrnehmung, allerdings ist der Fonds trotz des Namens „Growth“ insgesamt eher defensiv als wachstumsorientiert positioniert.
Kritisch zu sehen sind die Kosten. Die Gesamtkostenquote von 1,60 % ist angesichts der defensiven Ausrichtung und der negativen Jahresrendite relativ hoch. Besonders auffällig: Das ordentliche Nettoergebnis war mit -45.333,95 EUR negativ, da die laufenden Erträge die Kosten nicht deckten. Das positive realisierte Ergebnis wurde durch hohe nicht realisierte Verluste überkompensiert.
Auch die Mittelabflüsse sind ein Warnsignal. Das Fondsvermögen sank von 17,01 Mio. EUR auf 14,77 Mio. EUR, wobei netto rund 1,96 Mio. EUR aus dem Fonds abgezogen wurden. Das kann auf nachlassendes Anlegervertrauen oder Umschichtungen hindeuten.
Fazit: Der PSM Growth UI ist aktuell eher ein defensiv gesteuerter Mischfonds mit hoher Liquiditätsquote als ein offensiver Wachstumsfonds. Für sicherheitsorientierte Anleger kann die vorsichtige Positionierung nachvollziehbar sein. Wer jedoch dynamisches Wachstum, klare Aktienorientierung oder eine überzeugende Kosten-Rendite-Relation sucht, dürfte den Fonds kritisch bewerten.