Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht 2025 ein gemischtes Bild. Der Fonds war zum Stichtag nahezu vollständig in Aktien investiert: 99,44 % des Fondsvermögens entfielen auf Aktien, nur 0,56 % auf Kasse, Forderungen und Verbindlichkeiten. Damit war der Fonds klar chancenorientiert, aber auch stark abhängig von der Entwicklung des deutschen Aktienmarktes.
Die Wertentwicklung fiel eher verhalten aus. Die Anteilklasse I erzielte 2,23 %, die Anteilklasse R 1,75 %. Bei einer Volatilität von jeweils 6,15 % war das Risiko zwar moderat, die Rendite erscheint jedoch angesichts der fast vollständigen Aktienquote nicht besonders stark. Auffällig ist zudem, dass die teurere Anteilklasse R wegen höherer Kosten schwächer abschnitt. Die Gesamtkostenquote lag bei 0,88 % für die Klasse I und bei 1,42 % für die Klasse R.
Das Portfolio war relativ konzentriert in deutschen Standardwerten investiert. Die größten Positionen waren SAP, E.ON, Siemens, Hannover Rück und Münchener Rück. Besonders stark gewichtet waren Finanzwerte, Verbraucher-Dienstleistungen, Gesundheitswesen, Industriewerte und Technologie. Positiv ist die breite Streuung über mehrere Branchen; gleichzeitig bleibt das Fondsprofil stark deutschlandlastig.
Kritisch zu sehen ist der deutliche Mittelabfluss. Das Fondsvermögen der Anteilklasse I sank von 20,19 Mio. EUR auf 7,12 Mio. EUR, hauptsächlich durch Netto-Mittelabflüsse von rund 12,89 Mio. EUR. Auch die Anteilklasse R schrumpfte von 1,55 Mio. EUR auf 1,36 Mio. EUR. Das deutet auf ein nachlassendes Anlegerinteresse oder strategische Umschichtungen hin.
Nachhaltig positioniert war der Fonds weiterhin klar: 99,44 % der Anlagen waren auf ökologische oder soziale Merkmale ausgerichtet, 64,14 % wurden als nachhaltige Investitionen ausgewiesen. Der Anteil taxonomiekonformer Investitionen stieg auf 6,68 %. Verstöße gegen die angewandten Nachhaltigkeitsindikatoren wurden nicht festgestellt. Allerdings sind Teile der Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht vom Prüfungsurteil umfasst.
Ein wichtiger Punkt für Anleger ist die Verschmelzung des Fonds zum 31.12.2025 auf den „Monega FairInvest Aktien“. Damit endet die eigenständige Historie des CSR Aktien Deutschland Plus. Für Anleger ist daher entscheidend, ob Strategie, Kostenstruktur, Risikoprofil und Nachhaltigkeitsansatz des aufnehmenden Fonds weiterhin zu ihren Anlagezielen passen.
Insgesamt war 2025 kein schlechtes, aber auch kein überzeugendes Jahr. Der Fonds lieferte eine positive, jedoch niedrige Rendite, blieb konsequent nachhaltig ausgerichtet und zeigte moderate Schwankungen. Belastend wirken die hohen Mittelabflüsse, die Kostenunterschiede zwischen den Anteilklassen, die starke Deutschlandausrichtung sowie die Tatsache, dass der Fonds zum Jahresende verschmolzen wurde. Aus Anlegersicht ist daher weniger die vergangene Entwicklung entscheidend, sondern vor allem die Prüfung des Nachfolgeprodukts „Monega FairInvest Aktien“.