Zum Abschluss des Monats März 2026 erreicht die Zahl der Insolvenzanträge erneut ein hohes Niveau. Die Verfahren, die am 31. März bei einer Vielzahl von Amtsgerichten anhängig gemacht wurden, zeigen eine bemerkenswerte Bandbreite betroffener Branchen und Unternehmensgrößen und unterstreichen die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage.
Im norddeutschen Raum betrifft es unter dem Aktenzeichen 580 IN 219 26 beim Amtsgericht Schwerin die 2M GmbH Meisterbetrieb aus Gägelow. In Bremen wird unter 500 IN 12 26 die AO Systems GmbH geführt, während in Neuruppin unter 15 IN 83 26 die Augustin Service GmbH betroffen ist. Auch in Verden ist unter 11 IN 50 26 das Verfahren über die Autohaus Hansa Service GmbH anhängig.
In Nordrhein Westfalen zeigt sich erneut eine hohe Konzentration von Verfahren. Beim Amtsgericht Essen betrifft es unter anderem die Adel Mahnke GmbH unter 165 IN 88 26 sowie die HoFa Gastro GmbH unter 160 IN 77 26. In Düsseldorf werden unter anderem die Intarso GmbH unter 500 IN 73 26 sowie die TRODATEC Holding GmbH unter 501 IN 26 26 geführt. Ergänzt wird dies durch Verfahren wie die Pflegedienst Maren GmbH unter 500 IN 27 26.
Auch in Berlin werden mehrere Verfahren geführt. Beim Amtsgericht Charlottenburg ist unter 3602 IN 2175 26 die Babybox und Family GmbH betroffen. Weitere Verfahren verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet, darunter die Barockgleis Fulda GmbH unter 92 IN 32 26 beim Amtsgericht Fulda sowie die Casada Group GmbH unter 97 IN 110 26 beim Amtsgericht Paderborn.
Im Bereich Dienstleistungen und Beratung finden sich zahlreiche weitere Verfahren. So betrifft es unter anderem die Certum Finanz GmbH unter 67a IN 123 26 beim Amtsgericht Hamburg sowie die respect Agentur für Live Kommunikation GmbH unter 67g IN 101 26. Auch die NSC Management und Beratung GmbH unter 60 IN 611 25 beim Amtsgericht Rostock gehört hierzu.
Der Bau und Handwerkssektor bleibt weiterhin stark betroffen. Beispiele hierfür sind die M Westerweg Zerspanungstechnik GmbH unter 103 IN 67 26 beim Amtsgericht Hagen sowie die Weser Ems Gerüstbau Nord GmbH unter 12 IN 193 25 beim Amtsgericht Delmenhorst. Ergänzt wird dies durch die WOKO Magnet und Anlagenbau GmbH unter 620 IN 564 26 beim Amtsgericht Duisburg.
Auch im Gesundheits und Pflegebereich sind Unternehmen betroffen. Hierzu zählt die Pflegedienst Maren GmbH ebenso wie die Mommy I’m Sorry Verwaltung GmbH unter 15 IN 2303 25 beim Amtsgericht Stuttgart.
Im Bereich Industrie und Produktion finden sich ebenfalls zahlreiche Verfahren. Dazu gehören die EFS Acquirer GmbH unter 810 IN 368 25 beim Amtsgericht Frankfurt am Main, die Soliferm GmbH unter 101 IN 239 26 beim Amtsgericht Karlsruhe sowie die Sohotex GmbH unter 56 IN 55 26 beim Amtsgericht Flensburg.
Auch kleinere und spezialisierte Unternehmen geraten zunehmend unter Druck. Beispiele hierfür sind die Defacto GmbH unter 1 IN 12 26 beim Amtsgericht Alzey, die Desec GmbH unter 8 IN 36 26 beim Amtsgericht Offenbach am Main sowie die Earth Observation Solution and Services GmbH unter 106 IN 17 26 beim Amtsgericht Saarbrücken.
Auffällig ist zudem die erneute Nennung einzelner Unternehmen wie der Albert und Hummel GmbH unter IN 117 26 beim Amtsgericht Bamberg oder der M Westerweg Zerspanungstechnik GmbH, was auf fortlaufende oder parallele Verfahrensschritte hindeuten kann.
Die Vielzahl der Verfahren am Monatsende zeigt deutlich, dass sich die wirtschaftlichen Herausforderungen weiterhin branchenübergreifend manifestieren. Die gleichzeitige Betroffenheit von Industrie, Bau, Dienstleistungen, Handel und Pflege deutet auf eine strukturelle Eintrübung hin, deren Auswirkungen sich in den kommenden Monaten weiter konkretisieren dürften.