Norddeutschland kann sich derzeit über fast schon sommerliche Temperaturen freuen. Doch der frühlingshafte Sonnenschein wird am Wochenende von einem besonderen Wetterphänomen begleitet: Saharastaub zieht über Deutschland hinweg und sorgt für einen leicht trüben Himmel.
Nach Angaben von Meteorologen wird der feine Wüstenstaub aus Nordafrika durch starke Luftströmungen über das Mittelmeer und Mitteleuropa bis in den Norden transportiert. Die Partikel liegen in großer Höhe in der Atmosphäre und lassen den Himmel milchig erscheinen. Dadurch wirkt die Sonne gedämpft, obwohl es weiterhin freundlich und ungewöhnlich warm bleibt.
Solche Staubwolken aus der Sahara sind kein seltenes Ereignis. Sie treten immer wieder auf, wenn kräftige Südströmungen große Mengen Sand und Staub aus der Wüste aufnehmen und über Tausende Kilometer hinweg transportieren. Manchmal kann sich der Staub auch auf Autos, Fenstern oder Gartenmöbeln ablagern, besonders wenn es gleichzeitig regnet.
Trotz des Wüstenstaubs bleibt das Wetter in Norddeutschland frühlingshaft mild. Die Temperaturen liegen deutlich über den üblichen Werten für Anfang März – ein Vorgeschmack auf den Frühling, auch wenn der Himmel zeitweise etwas diesig wirkt.