Ein tragisches Unglück erschütterte am 8. Januar die U.S. Virgin Islands, als eine 56-jährige Frau aus Minnesota bei einem mutmaßlichen Hai-Angriff ums Leben kam. Arlene Lillis hielt sich am Dorsch Beach auf St. Croix auf, als sich das Unglück ereignete. Gegen 16:28 Uhr Ortszeit gingen mehrere Notrufe bei der 911-Einsatzzentrale ein. Augenzeugen berichteten, eine Frau sei im Wasser von einem Hai gebissen worden.
Die sofort alarmierten Einsatzkräfte – darunter Marineeinheiten, Feuerwehr und medizinische Notdienste – trafen kurze Zeit später am Strand ein. Wie die örtliche Polizei in einer Pressemitteilung erklärte, erlitt Lillis während des Angriffs den Verlust eines Arms. Trotz schneller Hilfe und aller Bemühungen der Ersthelfer erlag sie wenig später ihren schweren Verletzungen.
Die Behörden haben umgehend eine Untersuchung eingeleitet, um den Vorfall umfassend aufzuklären. Noch ist unklar, welche Haiart für den Angriff verantwortlich war und ob es ähnliche Vorfälle in der Umgebung gegeben hat. Die Polizei bittet daher alle Zeugen oder Personen mit sachdienlichen Hinweisen, sich beim Criminal Investigation Bureau unter der Nummer 340-778-2211 zu melden.
Gouverneur Albert Bryan Jr. und Vizegouverneur Tregenza A. Roach äußerten in offiziellen Stellungnahmen ihr tiefstes Mitgefühl: „Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Angehörigen des Opfers sowie bei allen, die dieses tragische Ereignis miterleben mussten“, sagte Bryan. Er dankte zugleich den mutigen Ersthelfern und Passanten, die schnell und beherzt eingriffen.
Hai-Angriffe sind in den Gewässern der U.S. Virgin Islands äußerst selten, dennoch rufen die Behörden zu besonderer Vorsicht beim Baden in offenen Gewässern auf. Besonders in den Abendstunden oder bei eingeschränkter Sicht sollten Strandbesucher achtsam sein.
Dieses tragische Ereignis wirft erneut Fragen zur Sicherheit beim Schwimmen in tropischen Gewässern auf – und erinnert daran, dass die Natur, so schön sie auch ist, unberechenbar sein kann. Die Inselgemeinschaft trauert um ein Leben, das viel zu früh endete.