Gesundheitspolitiker aus CDU und SPD sprechen sich für eine spürbare Erhöhung der Alkoholsteuern in Deutschland aus. Ziel sei es, den Alkoholkonsum – insbesondere unter Jugendlichen und Vieltrinkern – zu reduzieren.
Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Konstantin Pantazis, verwies gegenüber der Rheinischen Post auf internationale Studien: „Maßvolle Preissteigerungen führen nachweislich dazu, dass junge Menschen seltener zur Flasche greifen.“ Auch bei Alkoholabhängigen könne ein höherer Preis den Konsum dämpfen, so Pantazis weiter.
Unterstützung kommt auch aus der Union. Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, Simone Borchardt, forderte einen besonderen Fokus auf hochprozentige Spirituosen: „Hier ist das Sucht- und Gesundheitsrisiko am höchsten – genau dort muss eine Alkoholsteuer ansetzen.“
Bisher zählt Deutschland im internationalen Vergleich zu den Ländern mit relativ niedriger Besteuerung auf Alkohol. Forderungen nach einer Reform werden in Fachkreisen und von Suchtmedizinern seit Jahren gestellt. Ob sich der Vorstoß politisch durchsetzt, bleibt abzuwarten.