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US bezeichnet Wette auf den argentinischen Peso als „Home-Run-Deal“

Die US-Regierung feiert ihren umstrittenen Einstieg in den argentinischen Währungsmarkt als vollen Erfolg. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass sich die Investition in den argentinischen Peso nicht nur ausgezahlt habe, sondern sogar einen Gewinn für die amerikanischen Steuerzahler gebracht habe.

Im September 2025, wenige Wochen vor den argentinischen Zwischenwahlen, kaufte das US-Finanzministerium große Mengen der damals stark abstürzenden Landeswährung auf. Ziel war es, die wirtschaftliche Stabilität in Argentinien zu sichern und indirekt die Chancen von Präsident Javier Milei – einem engen Verbündeten von Donald Trump – zu verbessern.

Obwohl die Maßnahme von demokratischer Seite scharf kritisiert wurde, sieht sich Bessent nun bestätigt. In einem Statement auf Social Media bezeichnete er die Aktion als „America First Home-Run-Deal“. Die USA hätten nicht nur die wirtschaftliche Lage eines strategischen Partners stabilisiert, sondern dabei auch einen zweistelligen Millionenbetrag verdient.

Die Intervention hatte unmittelbare Auswirkungen: Der Peso stoppte seinen freien Fall und legte nach Mileis Wahlsieg deutlich zu. Das Vertrauen der Märkte kehrte kurzfristig zurück. Ein zusätzlicher Währungstauschvertrag (Swap-Linie) erlaubte es Argentinien, bis zu 20 Milliarden US-Dollar gegen Pesos zu tauschen. Letztlich wurden davon aber nur 2,5 Milliarden Dollar tatsächlich genutzt.

Ein weiterer Teil der Unterstützung in Höhe von 872 Millionen Dollar betraf Mittel, die bei der IMF (Internationaler Währungsfonds) gehalten wurden. Das US-Finanzministerium äußerte sich bisher nicht zu den Details dieses Teils der Transaktion.

Wirtschaftsexperten wie Brad Setser vom Council on Foreign Relations lobten zwar die erfolgreiche Rückzahlung der Gelder, warnten jedoch vor langfristigen Risiken. Argentinien habe im vergangenen Jahr erhebliche Teile seiner Währungsreserven aufgebraucht. Ohne klare Strategien zur wirtschaftlichen Stabilisierung könne das Land erneut in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Während Bessents „Rettungsaktion“ kurzfristig erfolgreich war, bleibt abzuwarten, ob Argentinien aus der aktuellen Stabilität langfristigen Nutzen ziehen kann – oder ob es erneut auf US-Hilfe hoffen muss.

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