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Brandkatastrophe von Crans-Montana: Zahl der identifizierten Todesopfer steigt auf 24

geralt (CC0), Pixabay

Nach der verheerenden Brandkatastrophe in einer Kellerbar im Schweizer Skiort Crans-Montana schreiten die Identifizierungsarbeiten weiter voran. Experten haben inzwischen 24 der insgesamt 40 Todesopfer eindeutig identifizieren können. Unter ihnen befindet sich nach Angaben der Polizei auch das bislang jüngste bekannte Opfer: eine 14 Jahre alte Schweizerin. Die Nachricht hat landesweit tiefe Betroffenheit ausgelöst.

Bei dem Feuer waren in der Silvesternacht insgesamt 119 Menschen verletzt worden, viele von ihnen schwer. Mehr als 70 der Verletzten besitzen die Schweizer Staatsangehörigkeit. Nach aktuellem Stand gibt es keine Opfer mit deutschem Pass. Die medizinischen Kapazitäten in der Schweiz waren durch die hohe Zahl an Brandverletzten stark belastet, weshalb mehrere Patienten ins Ausland verlegt wurden. Derzeit werden elf Schwerverletzte in spezialisierten Kliniken in Deutschland behandelt.

Die Identifizierung der Todesopfer gestaltet sich weiterhin schwierig und zeitaufwendig. Schwere Brandverletzungen und Rauchgasvergiftungen erschweren die Arbeit der Forensiker. Die Behörden gehen davon aus, dass die vollständige Identifizierung aller Opfer noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Für viele Familien bedeutet das Warten eine zusätzliche seelische Belastung.

Als Zeichen der nationalen Trauer hat die Schweizer Regierung für Freitag einen landesweiten Gedenktag ausgerufen. In Crans-Montana soll eine zentrale Trauerfeier stattfinden, zu der auch Bundespräsident Guy Parmelin erwartet wird. Zu Beginn der Gedenkveranstaltungen sollen um 14 Uhr in der gesamten Schweiz die Kirchenglocken läuten. Damit will das Land der Opfer gedenken und Solidarität mit den Hinterbliebenen zeigen.

Während die Trauer im Vordergrund steht, dauern die Ermittlungen zur Ursache des Feuers weiter an. Die Justiz prüft mögliche Verantwortlichkeiten und Sicherheitsmängel. Für die Schweiz bleibt die Katastrophe von Crans-Montana eines der schwersten Unglücke der vergangenen Jahre – mit einem Ausmaß, das weit über die Landesgrenzen hinaus Anteilnahme ausgelöst hat.

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