Der mobile Katastrophenschutz in Deutschland erhält eine wichtige Erweiterung: Warn-Apps und das bundesweite Cell-Broadcast-System werden künftig nicht nur akute Gefahrenmeldungen, sondern auch offizielle Entwarnungen direkt auf Smartphones senden. Das hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bekanntgegeben.
Behördenchef Ralph Tiesler betonte, die neue Funktion schaffe mehr Klarheit für die Bevölkerung. Bürgerinnen und Bürger könnten nun eindeutig erkennen, wann eine Gefahrensituation beendet ist – etwa nach Unwettern, Großbränden oder polizeilichen Lagen. Damit soll verhindert werden, dass Menschen unnötig in Alarmbereitschaft bleiben oder sich länger als nötig einschränken.
Bislang wurden Entwarnungen lediglich über Radio, Fernsehen oder Onlineportale verbreitet. Mit der nun freigeschalteten Ergänzung wird der Informationsfluss für Millionen Handynutzer deutlich verbessert. Die Neuerung ist Teil des laufenden Ausbaus des nationalen Warnsystems, das seit der Einführung von Cell Broadcast insbesondere nach dem Hochwasser 2021 weiter modernisiert wird.