In Ilberstedt im Salzlandkreis ist am Montagabend ein fünf Monate altes Baby unter bislang ungeklärten Umständen gestorben. Die Behörden gehen inzwischen von einem Gewaltverbrechen aus. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen und soll dem Haftrichter vorgeführt werden.
Auslöser des Einsatzes war ein dramatischer Anruf bei der Rettungsleitstelle: Am Telefon waren panische Schreie zu hören, verständlich waren lediglich die Adresse und der Hinweis, dass ein Säugling bewusstlos sei. Daraufhin rückten Polizei, Rettungsdienst und ein Notarzt mit einem Großaufgebot an. Ein Rettungshubschrauber landete auf einem nahegelegenen Sportplatz, um medizinisches Personal schnell zum Einfamilienhaus zu bringen.
Die Einsatzkräfte versuchten rund eine Stunde lang, das Kind zu reanimieren. Dennoch verstarb der Säugling noch vor Ort im Rettungswagen. Eine angeordnete Obduktion soll nun klären, welche Verletzungen vorlagen und wie das Kind zu Tode kam. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler sind die Befunde nicht mit einem Unfallgeschehen vereinbar.
Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest. Ob und in welchem Verhältnis er zu dem Baby steht, teilten die Behörden bislang nicht mit. Nachbarn berichten, dass die Mutter mit einem älteren Kind erst vor wenigen Monaten in das Haus eines Familienangehörigen gezogen sei. Hinweise der Ermittler dazu gibt es jedoch derzeit nicht.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum genauen Tatablauf dauern an.