Nach einer Serie von Tötungsdelikten im Landkreis Reutlingen geht die Polizei von einem Familientatkomplex aus. Ein 63-jähriger Mann soll an mehreren Orten vier nahe Angehörige getötet haben, bevor er sich selbst das Leben nahm. Die Ermittlungen laufen seit Dienstag auf Hochtouren, ein genauer Tatzeitpunkt ist bislang nicht bekannt.
Auslöser des Einsatzes war der Fund einer leblosen Frau in Reutlingen. Eine Pflegekraft hatte die Angehörige des später ebenfalls tot aufgefundenen Mannes entdeckt und umgehend die Behörden alarmiert. Bei der Obduktion soll nun geklärt werden, auf welche Weise sie ums Leben kam.
Im Zuge der Ermittlungen rückten Polizeikräfte zu weiteren Anschriften aus und fanden dort drei weitere Tote: zwei Söhne des Mannes in einer Firma im Ort St. Johann sowie seine Ehefrau im gemeinsamen Wohnhaus in Pfullingen. Nach aktuellem Stand wurden drei der Opfer erschossen. Die Tatwaffe lag am Wohnort neben dem Mann und seiner Ehefrau. Ob sie legal besessen wurde, wird geprüft.
Hinweise auf die Beteiligung weiterer Personen gibt es nicht. Die Hintergründe der Taten und das Motiv des Mannes liegen bislang im Dunkeln. Die Ermittlungsbehörden betonen, dass sich ihr Fokus aktuell sowohl auf die zeitliche Abfolge als auch auf die persönlichen Verhältnisse innerhalb der Familie richtet.