Aktenzeichen: 63 IN 401/25
Die Nena Hospitality GmbH, mit Sitz in Schönefeld bei Berlin, hat einen entscheidenden Schritt zur finanziellen Neuordnung unternommen. Das Amtsgericht Cottbus hat im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Gesellschaft umfangreiche Sicherungsmaßnahmen erlassen und am 18. November 2025 eine vorläufige Insolvenzverwaltung mit Zustimmungsvorbehalt angeordnet. Damit steht das Unternehmen unter intensiver gerichtlicher Aufsicht – weiterhin jedoch mit eingeschränkter Handlungsfähigkeit.
Die Gesellschaft, vertreten durch Geschäftsführer Florian Wichelmann und registriert beim Amtsgericht Cottbus, ist in der Hotellerie tätig. Ihr Unternehmensstandort an der Mittelstraße 5/5a liegt in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Berlin Brandenburg – ein Standort, der in den vergangenen Jahren durch wirtschaftliche Schwankungen im Reise- und Gastgewerbesektor stark beeinflusst wurde.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Florian Linkert aus Berlin bestellt. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, die Vermögenssituation zu kontrollieren und jede geschäftliche Verfügung der Schuldnerin zu genehmigen oder abzulehnen. Selbst der Einzug ausstehender Forderungen ist nun nur noch mit seiner Zustimmung möglich. Damit soll ausgeschlossen werden, dass Gläubigerinteressen durch unkontrollierte Vermögensbewegungen beeinträchtigt werden.
Für Gläubiger bedeutet die Entscheidung einen wichtigen Schutzmechanismus: Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Nena Hospitality GmbH dürfen nicht ohne Überwachung fortgeführt werden, bis feststeht, ob ein Insolvenzverfahren eröffnet wird – beziehungsweise ob ein tragfähiges Sanierungskonzept existiert.
In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob das Unternehmen im Rahmen einer möglichen Fortführungslösung Stabilität zurückgewinnen kann, oder ob tiefgreifende strukturelle Einschnitte unvermeidlich sind. Für die Beschäftigten und Geschäftspartner bleibt eine Phase der Ungewissheit, begleitet von der Hoffnung, dass der Geschäftsbetrieb fortgesetzt werden kann und der Standort in Schönefeld eine Zukunft behält.