Der Asbestskandal, der Australien bereits in Alarmbereitschaft versetzt hat, greift nun auch auf Neuseeland über. 40 Schulen und Kindergärten wurden dort kurzfristig geschlossen, nachdem in gelieferten Sandsäcken für Spielplätze und Bastelbereiche Asbestfasern nachgewiesen wurden. Betroffen ist Sand, der mutmaßlich aus China importiert wurde.
Gefahr im Sandkasten – Behörden schlagen Alarm
Das neuseeländische Bildungsministerium bestätigte, dass eine vorsorgliche Schließung notwendig sei, um Gesundheitsrisiken auszuschließen. Die nationale Arbeitsschutzbehörde ergänzte, dass einige untersuchte Chargen den gefährlichen Weißasbest enthielten – ein Material, das weltweit streng reguliert ist.
Die sofortige Maßnahme: Sämtlicher Sand dieser Lieferungen muss ausgetauscht, Schulgelände überprüft und Luftmessungen durchgeführt werden.
Australien als Vorbote – über 70 Schulen bereits geschlossen
Nur einen Tag zuvor hatte Australien bereits mehr als 70 Schulen und Kindergärten stillgelegt, nachdem Laboranalysen Asbestpartikel im selben Produkt nachgewiesen hatten. Die Verbraucherschutzbehörde des Landes beruhigt zwar und spricht von einem „geringen Risiko“, da keine einatembaren Feinstfasern entdeckt wurden – doch Elternverbände äußern massive Zweifel.
Asbest, selbst in kleinsten Mengen, gilt als hochgefährlich, wenn Fasern eingeatmet werden. Kinder gelten dabei als besonders schutzbedürftig.
Unklarer Ursprung – globale Lieferketten im Fokus
Der mutmaßliche Ursprung der kontaminierten Ware liegt in China. Obwohl der Asbestabbau in vielen Ländern verboten ist, taucht er immer wieder in minderwertigen Produkten auf, die weltweit importiert werden.
Der Vorfall setzt nun internationale Lieferketten unter Druck:
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Wer hat den Sand produziert?
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Wie konnte er exportiert werden?
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Warum fielen die Verunreinigungen nicht früher auf?
Diese Fragen stehen jetzt sowohl in Neuseeland als auch in Australien im Raum.
Eltern verunsichert, Behörden unter Druck
Viele Eltern fordern vollständige Transparenz. Schulen berichten von aufgebrachten Familien, die Antworten verlangen:
Wie lange wurde der Sand bereits genutzt? Hat er Kinder gefährdet?
Behörden wiederum betonen, dass bisher keine Gesundheitsfälle bekannt seien und man „extrem vorsorglich“ handele.
Ein Skandal mit internationaler Dimension
Dass zwei Länder innerhalb von 48 Stunden massive Schulschließungen vornehmen, zeigt die Tragweite. Experten warnen bereits, dass weitere Staaten betroffen sein könnten – je nachdem, wohin die kontaminierten Lieferungen exportiert wurden.